Chinesische Spezialisten weisen auf eine lebensbedrohende „offenkundige Schwäche“ im „Artemis“-Mondprogramm der NASA hin. Dies berichtete die englischsprachige Zeitung „South China Morning Post“. Die Chinesen lenken die Aufmerksamkeit auf den unterschiedlichen Grad eines Reservierens kritischer Elemente im amerikanischen und im chinesischen Mondprogramm. Der chinesische Mond-Landeapparat ist mit drei Reservetriebwerken zusätzlich zum hauptsächlichen ausgerüstet. Im Unterschied zur amerikanischen Konstruktion, die ein einziges Haupttriebwerk nutzt. Die Ingenieure des Reichs der Mitte halten die Hoffnung auf ein stabiles Arbeiten des einzigen Triebwerks für eine Schwäche und potenzielle Gefahr des amerikanischen Mondprogramms.
Im Wettrennen des 21. Jahrhunderts zum Mond beantworten die Ingenieure der Volksrepublik China und der Vereinigten Staaten unterschiedlich die Frage „Was geschieht, wenn im Raumschiff das Haupttriebwerk ausfällt?“.
Die amerikanischen Konstruktionen aller Mondraumschiffe stützen sich auf ein einziges leistungsstarkes Triebwerk für eine Landung oder für den Start von der Mondoberfläche. Wenn aber eines dieser einzigen Triebwerke des Landungsmoduls oder der Startstufen plötzlich ausfällt, wird es für die jeweilige Crew keinen Reserveweg zur Rettung geben. Dieser Mangel der amerikanischen Konstruktionen wird im Magazin „Chinese Space Science and Technology“ diskutiert.
Das chinesische Mondlandemodul verwendet nicht ein Haupttriebwerk, sondern vier. Und diese Tatsache reflektiere nach Meinung der Chinesen eine unterschiedliche Herangehensweise an die Bewahrung des Lebens der Crew.
Die langjährige Geschichte der NASA bestätigt tatsächlich die Tatsache, dass die Bewahrung des Lebens der Astronauten bei weitem nicht immer eine ausschließliche Priorität für die Raumfahrtagentur gewesen war. So hatte es in der Konstruktion der amerikanischen mehrfach einsetzbaren Space Shuttles prinzipiell keine Rettungssysteme gegeben, die bei Einwegraketen verwendet wurden. Außerdem haben die Unglücke von zwei Space Shuttle-Crews mit jeweils sieben Besatzungsmitgliedern (am 28. Januar 1986 brach das Space Shuttle Challenger nur 73 Sekunden nach dem Start in etwa 15 Kilometern Höhe auseinander, und am 1. Februar 2003 verglühte das Space Shuttle Columbia über dem Süden der Vereinigten Staaten, als es zur Landung ansetzen wollte – Anmerkung der Redaktion) ein systembedingtes Ignorieren der Warnungen von Spezialisten vor neuen technischen Risiken offenbart.