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Aufstieg und Verfall der Kryptowährungen: Was weiter?


Im Dezember 2017 hat Bitcoin an seinem Preis an einer meistgefragten Kryptowährungsbörse Amerikas, Cointbase, seinen historischen Höchstwert von 19,892 USD erreicht, und im Jahre 2018 ist der Preis um 80% gesunken. Die Gesamtkapitalisierung des digitalen Geldmarktes ist von 826 Mrd. USD auf 127 Mrd. USD gesunken.

Es sieht so aus, als ob der Bitcoin-Hype vom Jahr 2017 oder die „Tulpenmanie“ unserer Zeit weiter verändert sei, was zur Launeaufbesserung von Investoren und Enthusiasten des Kryptowährungsmarktes nicht beitragen wird. Auch das Verhalten der Weltregulierer flößt keinen Optimismus ein.

Eine Welle der Einführung der Kryptowährungsmarktregulierung, die im Jahre 2017 in vielen Ländern begonnen hatte, setzte sich im Jahre 2018 fort. So hat Südkorea anonyme Geschäfte mit Kryptowährungen verboten und alle Kryptowährungsbörsen dazu verpflichtet, ihre Kunden zu verifizieren. China hat begonnen, den Zugang zu den ausländischen Handelsplattformen für seine Bürger zu sperren, und hat den Digital-Devisenhandel innerhalb des Landes verboten. Katar hat die Geschäfte mit Kryptowährungen total verboten. Japan hat strenge Lizenzierungsregel für Kryptowährungsbörsen eingeführt. Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat umfassende Untersuchungen in Bezug auf  Gesellschaften durchgeführt, die ICO durchgeführt haben, wodurch ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen wurde, der die Wahrscheinlichkeit der Wiederholung solcher Fälle erhöhen kann. Die USA denken an das Verbot der Kryptowährung nicht, aber es ist erwartet, dass die Aufsicht stärker wird, damit die Investoren schützen.

Nur Europa hat einige Toleranz gegenüber Kryptowährungen eingehalten. Das Finanzministerium Deutschlands hat einen Beschluss unterzeichnet, dem zufolge Bitcoin für gültiges Zahlungsmittel erklärt wird. In Malta wurde das Paket der Dokumente angenommen, dem zufolge der digitale Geldmarkt legitimiert wurde.

Die Europäische Zentralbank hat in ihrem Bericht über digitale Währungen diese Währungen als instabil, aber potentiell innovationsbringend für den Finanzbereich bezeichnet. Die Schweiz, Gibraltar, Dänemark und Estland zählen zu den krypto-freundlichsten Ländern.

Was die größten Banken an der Wall Street angeht, haben nach Angaben von Bloomberg nur 20 Kunden von „Goldman Sachs Group Inc.“ Interesse für das neue von der Bank angebotene Bitcoin-Produkt namens „Terminkontrakt ohne Lieferung (NDF)“ gezeigt. Auch wurde die Morgan-Stanley-Initiative, die mit dem Anlauf von an Bitcoin-Futures gekoppelten Total-Return-Swaps verbunden ist, nicht realisiert. Die Finanzgruppe „Citigroup Inc.“ hat ihre Pläne zum Start von Kryptowährungsprodukten verschoben.

Zugleich  arbeitet solche Riesenbörse wie die New York Stock Exchange weiterhin aktiv an der Schaffung von der Infrastruktur, in der ihre Kunden mit Kryptowährungen arbeiten können.

Eine weitere positive Nachricht ist, dass Facebook eine Kryptowährung schaffen will, die es den Benutzern ermöglicht, anhand von WhatsApp Geld zu überweisen. Es ist derzeit bekannt, dass die digitale Währung („stablecoin“) an den US-Dollar gekoppelt wird, um die Volatilität zu minimieren, und dass die Dienstleistung selbst vor allem an den indischen Geldüberweisungsmarkt gebunden ist. In diesem Land benutzen mehr als 200 Millionen Menschen den WhatsApp Messenger. Ansonsten ist Indien bei den Geldüberweisungen führend. Im Mai 2018 organisierte Facebook eine Arbeitsgruppe zur Nutzung der Blockchain-Technologie.

Die Welt der Kryptowährung verändert sich ständig. Es entstehen neue Produkte und Ideen. Immer mehr Gesellschaften äußern den Wunsch, Blockchain-Technologien in verschiedenen Bereichen einzusetzen. Vielleicht werden viele Staaten im Jahre 2019 sich eine Stellung zur Regulierung des digitalen Geldmarktes nehmen und entsprechende Gesetze erlassen, die Spezialisten werden Lösungen für Probleme mit der Skalierbarkeit finden, die Anzahl der interessierten Personen, die an der Kryptowährungsindustrie beteiligt sind oder die einfach das digitale Geld ausnutzen, wird ständig wachsen. Wir werden die Entwicklung der Kryptoindustrie im neuen Jahr verfolgen!