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„Einiges Russland“ hat Putin zum Wahlparteitag eingeladen


Die Führung von „Einiges Russland“ und die präsentabelsten der Gewinner der jüngsten Primaries haben dem Präsidenten der Russischen Föderation über Errungenschaften und neue Pläne im Vorfeld der Wahlen zur Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments – Anmerkung der Redaktion) Bericht erstattet. Wladimir Putin begrüßte die regierende Partei in ihrer gelifteten Gestalt und unterstützte gleich eine Reihe von bei dem Online-Treffen unterbreiteten Initiativen. Die Einladung an ihn, den Parteitag von „Einiges Russland“ am 19. Juni zu besuchen, übergab Parteivorsitzender und Russlands Ex-Präsident Dmitrij Medwedjew. Folglich werden wahrscheinlich bis zu diesem Tag in der Kremlpartei keinerlei Personal- oder strukturelle Veränderungen passieren.

Die Tatsache, dass Medwedjew Putin zum Parteitag am 19. Juni eingeladen hat, bedeutet, dass der Präsidentenerlass über die Abhaltung der Staatsduma-Wahlen augenscheinlich am Vorabend, am 17. oder 18. Juni veröffentlicht wird. Das heißt, die Kampagne wird – wie auch angenommen wurde – als eine leicht gestutzte ablaufen wird. Und der Umstand, dass der Vorsitzende von „Einiges Russland“ seine Rede gerade mit dieser Einladung begann, demonstriert, dass es vorerst ganz bestimmt kein Gerede von einem Wechsel des ersten Mannes der regierenden Partei im Interesse der Wahlkampfziele auf jeden Fall geben wird.

Und gerade beim Parteitag wird auch die bereits nach Nummern zusammengestellte Liste der Parteikandidaten vorgelegt werden, die in Form eines Ratings entsprechend den Ergebnissen der Primaries am 2. Juni veröffentlicht worden war. Folglich lässt sich „Einiges Russland“ viel Luft für Personalentscheidungen sogar hinsichtlich der Direktwahlbezirke, in denen man – wie es schien – keinen anderen außer den offensichtlichen Spitzenreiter belassen müsste. Der Grund dafür ist klar. Nicht wenige der Gewinner der Primaries sind zu solchen entgegen den vorläufigen Plänen entweder der föderalen Führung oder der regionalen Vertreter von „Einiges Russland“ geworden. Aber der Kongress wird natürlich alle (auch unangenehmen bzw. ungewollten) Überraschungen beheben.

Obgleich Putin keine deutliche Reaktion auf die Einladung, den P