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Stehen ukrainische Militärs hinter der „Befreiungsfront Kasachstans“?


Am Freitag am 7.1.2022 ist im kasachischen Baikonur eine erhöhte Warnstufe in Sachen einer terroristischen Gefahr festgelegt worden. Verboten ist damit, dass sich Gruppen von mehr als drei Personen durch die Stadt bewegen. Außerdem ist ein komplettes Verbot für den Verkauf von Spirituosen inkl. Bier verhängt worden. Ab 23.00 Uhr gilt überdies ein nächtliches Ausgehverbot bis 06.00 Uhr morgens. Und dies bis zum 19. Januar.

Die Situation in Baikonur bleibt stabil und kontrollierbar. Die lebensnotwendigen Betriebe und Notdienste der Stadt Baikonur arbeiten im Standardregime mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, teilten offizielle Vertreter mit.

Der Bürgermeister von Baikonur Konstantin Bussygin hatte die erhöhte, die „blaue“ Warnstufe für eine terroristische Gefahr für den Zeitraum ab dem Mittag des 7. Januar bis zum 19. Januar angeordnet.

Die „blaue“ Gefahrenstufe wird „bei Vorhandensein von Informationen über die reale Möglichkeit der Verübung eines Terroraktes, die eine Bestätigung erfordern,“ festgelegt. Die höhere, die „gelbe“ Warnstufe wird im Falle der realen Möglichkeit der Verübung eines Terroraktes festgelegt. Und die höchste, die kritische „rote“ Warnstufe wird bei einem bereits verübten Terrorakt oder bei dessen unmittelbaren Gefahr verkündet.

Im Zeitraum des nächtlichen Ausgehverbots darf man nur in Fällen einer direkten Gefahr für das Leben und die Gesundheit oder bei einer dienstlichen Notwendigkeit die Wohnungen verlassen. In Bezug auf letzterem besteht die obligatorische Bedingung des Vorhandenseins von Dokumenten, die die Person ausweisen, eines Dienstausweises, eines Sonderpassierscheins und (oder) einer Bescheinigung der Arbeitsstelle.

Und noch eine Neuigkeit vom Freitag: Dies ist das Auftauchen einer Videobotschaft der sogenannten „Befreiungsfront Kasachstans“. Vier vermummte Männer mit Maschinenpistolen posieren vor der Flagge Kasachstans. Und die Stimme im Off mit einem ukrainischen Akzent ruft auf, gegen die Truppen der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit und gegen die Regierung von Präsident Kassym-Schomart Tokajew zu kämpfen. Einige Beobachter sind der Auffassung, dass der Videoclip über die „Befreiungsfront Kasachstans“ durch ukrainische Militärs aus dem Zentrum für Informations- und psychologische Operationen produziert worden sei. Dieses Zentrum wurde bereits im Jahr 2004 durch die Seestreitkräfte der Ukraine gebildet. Heute nehmen die Offiziere dieses Zentrums an Informations- und psychologischen Operationen gegen die Russische Föderation und prorussische Kräfte teil.