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„Wie früher wird es schon nicht mehr werden“


Am Freitag erfolgte im Kreml die Unterzeichnung von Verträgen über den Beitritt der Donbass-Republiken DVR und LVR sowie der Verwaltungsgebiete Cherson und Saporoschje zur Russischen Föderation. Vorausgegangen waren Referenda vom 23. bis 27. September, die vom Westen nicht anerkannt werden, aber laut den bekanntgewordenen Ergebnissen wohl doch ein gewaltiges Votum für solch eine Entwicklung der Ereignisse brachten. Neue Nachkriegsgrenzen tauchen damit aufs Neue in Europa auf, deren Ziehung von Moskau unter Präsident Wladimir Putin veranlasst wurde. Wie geht es aber weiter, denn es scheint, dass mit der „Sause“ im prunkvollen Georgij-Saal und dem Konzert auf dem Roten Platz noch lange kein Schlusspunkt gesetzt worden ist. Experten verweisen beispielsweise darauf, dass damit die sogenannte militärische Sonderoperation Russlands in der Ukraine noch weit von einem Abschluss entfernt ist. Auffällig war gleichfalls, der scharfe antiamerikanische bzw. antiwestliche Ton, den Putin am Freitag wieder angeschlagen hatte. Im Land selbst versuchen die Menschen, dieses Thema zu verdrängen, obgleich sie sich dem nicht vollkommen entziehen können. Die am 21. September verkündete Teilmobilmachung hat ihnen deutlich gemacht, wie schnell der bewaffnete Konflikt in der Ukraine mit einem Schlage auch sie berühren kann. Andererseits ist nicht zu übersehen – vor allem in den großen Städten Russlands -, dass insbesondere junge Menschen mit einer guten Ausbildung das Land verlassen. Auf offizieller Ebene wird dies vorerst ignoriert. Obgleich nicht auszuschließen ist, dass hinter den Kulissen der Braindrain Besorgnis auslöst und zur Suche nach Mitteln veranlasste, ihn zu stoppen. Und man ist bestrebt, das Volk zusammenzuschließen, hinter sich zu bringen.

Wie „tickt“ es da nun aber im Kopf von Wladimir Putin? Welche Thesen bestimmen sein Denken und Handeln angesichts der gegenwärtigen Situation? Was für ein Geschichtsbild propagiert dieser Mann, der am 7. Oktober seinen 70. Geburtstag feiern wird. Die 37 Minuten lange Ansprache des russischen Präsidenten im Kreml – der sich im Übrigen wieder einmal verspätete, um fast 18 Minuten – gibt Aufschlüsse. Und die Redaktion „NG Deutschland“ veröffentlicht daher im Nachfolgenden eine Übersetzung dieser Rede.

„Sehr geehrte Bürger Russlands, Bürger der Donezker und der Lugansker Volksrepublik, Einwohner der Gebiete Saporoschje und Cherson, Abgeordnete der Staatsduma und Senatoren der Russischen Föderation!

Sie wissen, in der Donezker und der Lugansker Volksrepublik sowie in den Verwaltungsgebieten Saporoschje und Cherson haben Referenda stattgefunden. Sie sind bilanziert worden, die Ergebnisse sind bekannt. Die Menschen haben ihre Wahl getroffen eine eindeutige Wahl.

Heute unterschreiben wir Verträge über die Aufnahme der Donezker Volksrepublik, der Lugansker Volksrepublik, des Verwaltungsgebietes Saporoschje und des Verwaltungsgebietes Cherson in den Bestand Russlands. Ich bin gewiss, dass die Föderale Versammlung die Verfassungsgesetze über die Aufnahme und Bildung der vier neuen Regionen in Russland, der vier neuen Subjekte der Russischen Föderation unterstützen wird, denn dies ist der Wille von Millionen von Menschen.

(Applaus)

Und dies ist natürlich ihr Recht, ihr unveräußerliches Recht, das im ersten Artikel der UNO-Charta verankert worden ist, wo direkt vom Prinzip der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung der Völker die Rede ist.

Ich wiederhole: Dies ist ein unabdingbares Recht der Menschen. Es beruht auf der historischen Einheit, in deren Namen Generationen unserer Vorfahren gesiegt haben, jene, die von den Anfängen der Alten Rus im Verlauf von Jahrhunderten Russland geschaffen und verteidigt haben. Hier, in Neu-Russland, hatten Rumjanzew, Suworow und Uschakow gekämpft, gründeten Katharina II. und Potemjomkin neue Städte. Hier hatten unsere Großväter und Urgroßväter während des Großen Vaterländischen Krieges bis zum letzten verteidigt.

Wir werden uns stets der Helden des „russischen Frühlings“ erinnern, jener, die sich im Jahr 2014 nicht mit dem neonazistischen Staatsstreich in der Ukraine abgefunden hatten, aller, die für das Recht, in der Muttersprache zu sprechen, ihre Kultur, Traditionen und den Glauben zu bewahren und das Recht zu leben ums Leben gekommen sind. Dies sind die Kämpfer des Donbass, die Märtyrer des „Odessa-Chatyn“ und die Opfer der unmenschlichen Terrorakte, die durch das Kiewer Regime organisiert wurden. Dies sind Freiwillige und Bürgerwehrkräfte, dies sind friedliche Einwohner, Kinder, Frauen, Alte, Russen, Ukrainer, Menschen unterschiedlichster Nationalitäten. Dies ist der wahre Volksführer von Donezk, Alexander Sachartschenko, dies sind die Gefechtskommandeure Arsen Pawlow und Wladimir Schoga, Olga Kotschura und Alexej Mosgowoi, dies ist der Staatsanwalt der Lugansker Republik Sergej Gorenko. Dies sind der Fallschirmjäger Nurmagomed Gadschimagomedow und all unsere Soldaten und Offiziere, die im Verlauf der militärischen Sonderoperation als Tapfere gefallen sind. Sie sind Helden. (Beifall) Helden des großen Russlands. Und ich bitte, ihrer mit einer Schweigeminute zu gedenken.

(Schweigeminute)

Danke.

Hinter der Entscheidung der Millionen Einwohner in der Donezker und der Lugansker Volksrepublik, in den Verwaltungsgebieten Saporoschje und Cherson sind unser gemeinsames Schicksal und eine tausendjährige Geschichte. Diese geistige Bande haben die Menschen an ihre Kinder und Enkel weitergegeben. Ungeachtet aller Prüfungen haben sie über die Jahre hinweg die Liebe zu Russland weitergegeben. Und dieses Gefühl kann keiner ins uns vernichten. Eben daher haben sowohl die älteren Generationen als auch die Jugend, jene, die bereits nach der Tragödie des Zerfalls der Sowjetunion geboren wurden, für unsere Einheit, für unsere gemeinsame Zukunft gestimmt.

1991 hatten in der Belowezhskaja Puschtscha Vertreter der damaligen Partei-Eliten, ohne nach dem Willen der einfachen Bürger zu fragen, den Zusammenbruch der UdSSR beschlossen. Und die Menschen waren mit einem Schlage von ihrer Heimat losgerissen. Dies hatte unsere Gemeinsamkeit des Volkes wirklich auseinandergerissen, zerstückelt, wurde zu einer nationalen Katastrophe. Wie man einst nach der Revolution hinter den Kulissen die Grenzen der Unionsrepubliken gezogen hatte, so hatten auch die letzten Führungskräfte der Sowjetunion entgegen der direkten Willensbekundung der Mehrheit der Menschen 1991 unser großes Land zugrunde gerichtet, stellten die Völker einfach vor eine Tatsache.

Ich räume ein, dass sie nicht einmal bis zu Ende begriffen hatten, was sie tun und zu welchen Konsequenzen diese letzten Endes unweigerlich führen wird. Dies ist aber schon nicht mehr wichtig. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, man kann die Vergangenheit nicht zurückholen. Ja, und Russland brauchte dies heute bereits auch nicht mehr. Wir streben dies nicht an. Aber es gibt nichts Stärkeres als die Entschlossenheit von Millionen von Menschen, die sich hinsichtlich ihrer Kultur, ihres Glaubens, ihrer Traditionen und Sprache für einen Teil Russlands halten, deren Vorfahren im Verlauf von Jahrhunderten in einem gemeinsamen Staat gelebt hatten. Es gibt nichts Stärkeres als die Entschlossenheit dieser Menschen, in ihr wahres, historisches Vaterland zurückzukehren.

Lange acht Jahre hatte man die Menschen im Donbass einem Genozid, einem Beschuss und einer Blockade ausgesetzt. Und in Cherson und Saporoschje hatte man versucht, in ihnen verbrecherisch einen Hass gegen Russland, gegen alles Russische zu kultivieren. Jetzt, bereits im Verlauf der Referenda, hatte das Kiewer Regime mit einer Abrechnung gedroht, dem Tod von Schullehrern, der Frauen, die in den Wahlkommissionen arbeiteten, man machte den Millionen von Menschen mit Repressalien Angst, die gekommen waren, ihren Willen zu bekunden. Aber das ungebrochene Volk des Donbass, von Saporoschje und Cherson hat sein Wort gesprochen.

Ich möchte, dass mich die Kiewer Offiziellen und ihre realen Herren im Westen erhören, damit sich dies alle einprägen: Die Menschen, die in Lugansk und Donezk, in Cherson und Saporoschje leben, werden für immer zu unseren Bürgern. (Applaus)

Wir rufen das Kiewer Regime auf, unverzüglich das Feuer einzustellen, alle Kampfhandlungen, jenen Krieg, den es bereits im Jahr 2014 entfesselte, und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir sind dazu bereit. Dies ist mehrfach gesagt worden. Aber die Entscheidung des Volkes in Donezk, Lugansk, Saporoschje und Cherson werden wir nicht diskutieren. Die ist getroffen worden. Russland wird es nicht verraten. (Applaus) Und die heutigen Kiewer Offiziellen müssen sich mit Achtung zu dieser freien Willensbekundung der Menschen verhalten. Und in keiner Weise anders. Nur so kann der Weg zu einem Frieden sein.

Wir werden unseren Boden mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln verteidigen und werden alles tun, um ein sicheres Leben unserer Menschen zu gewährleisten. Darin besteht die große Befreiungsmission unseres Volkes.

Wir werden unbedingt die zerstörten Städte und Siedlungen, die Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser, Theater und Museums wiederaufbauen. Wir werden die Industrieunternehmen, Betriebe, die Infrastruktur sowie die Systeme der Sozial und Rentenversorgung, des Gesundheits- und Bildungswesens wiederherstellen und entwickeln.

Natürlich werden wir an einer Erhöhung des Sicherheitsgrades arbeiten. Gemeinsam werden wir es so tun, damit die Bürger in den neuen Regionen die Unterstützung des gesamten Volkes von Russland, des ganzen Landes, aller Republiken, aller Verwaltungsregionen und Gebiete unserer riesigen Heimat spüren. (Applaus)

Sehr geehrte Freunde, Kollegen!

Heute möchte ich mich an die Soldaten und Offiziere wenden, die an der militärischen Sonderoperation teilnehmen, an die Kämpfer des Donbass und von Neurussland, an jene, die nach dem Erlass über die Teilmobilmachung in die Reihe der Streitkräfte kommen, wobei sie ihre patriotische Pflicht erfüllen. Und an jene, die selbst entsprechend dem Ruf des Herzens in die Militärkommissariate kommen. Ich möchte mich auch an ihre Eltern, Ehefrauen und Kinder wenden und sagen, worum unser Volk kämpft, was für ein Feind uns gegenübersteht, wer die Welt in neue Kriege und Krisen stürzt, wobei er aus dieser Tragödie seinen mit Blut befleckten Vorteil erzielt.

Unsere Landsleute, unsere Brüder und Schwestern in der Ukraine – ein Bestandteil unseres einheitlichen Volkes – haben mit eigenen Augen das gesehen, was die herrschenden Kreise des sogenannten Westens der gesamten Menschheit bescheren. Hier haben sie vom Wesen her einfach die Masken fallen gelassen, haben ihr wahres Innere offenbart.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte der Westen entschieden, dass sich die Welt, wir alle uns für immer mit seinem Diktat abfinden müssen. Damals, 1991, hatte der Westen angenommen, dass Russland sich von solchen Erschütterungen schon nicht mehr erholen und weiter von selbst auseinanderfallen werde. Ja, dies hatte sich auch fast ereignet. Wir erinnern uns doch an die 90er, die schrecklichen 90er Jahre, die Hunger-, kalten und hoffnungslosen Jahre. Aber Russland hatte standgehalten, wurde wiedergeboren, ist erstarkt und hat erneut seinen würdigen Platz in der Welt eingenommen.

Dabei suchte der Westen all diese Zeit und sucht weiterhin nach einer neuen Chance, um einen Schlag gegen uns zu führen, um Russland zu schwächen und zu zerstören, wovon man stets träumte, um unseren Staat zu zerstückeln, die Völker gegeneinander aufzubringen, sie zu Armut und einem Aussterben zu verdammen. Ihnen lässt einfach keine Ruhe, dass es in der Welt solch ein großes, riesiges Land mit seinem Territorium, Naturreichtümern, Ressourcen und mit einem Volk, dass nicht entsprechend einer fremden Vorgabe leben kann und nie so leben wird.

Der Westen ist bereit, über alles für eine Bewahrung jenes neokolonialen Systems hinwegzugehen, das ihm erlaubt, zu parasitieren, vom Wesen die Welt durch die Macht des Dollars und ein technologisches Diktat auszurauben, von der Menschheit einen wahren Tribut einzusammeln, die Hauptquelle eines nichtverdienten Wohlergehens, die Rente des Hegemonen, abzuschöpfen. Die Bewahrung dieser Rente ist ihr entscheidendes, das wahre und absolut eigennützige Motiv. Ja, eben deshalb entspricht eine totale Aufgabe bzw. ein totaler Entzug der Souveränität ihren Interessen. Von daher ihre Aggression gegenüber unabhängigen Staaten, gegenüber traditionellen Werten und gegenüber eigenständigen Kulturen, die Versuche, von ihnen nicht kontrollierte internationale und Integrationsprozesse, neue internationale Währungen und Zentren einer technologischen Entwicklung zu untergraben. Für sie ist es kritisch wichtig, dass alle Länder ihre Souveränität zugunsten der Vereinigten Staaten aufgeben.

Die herrschenden Führungsriegen der einen Staaten stimmen freiwillig zu, dies zu tun, pflichten freiwillig dem bei, zu Vasallen zu werden. Andere kauft man sich, schüchtert man ein. Und wenn es nicht klappt, zerstört man ganze Staaten, wobei man nach sich humanitäre Katastrophen, Unglücke, Ruinen, Millionen von zugrunde gerichteten, zerstörten Menschenschicksalen, terroristische Enklaven, Zonen eines sozialen Notstands, Protektorate, Kolonien und Halbkolonien zurücklässt. Ihnen ist alles egal, die Hauptsache ist, nur einen eigenen Vorteil zu erhalten.

Ich möchte noch einmal unterstreichen: Gerade in der Gier, in der Absicht, ihre durch nichts eingeschränkte Macht zu bewahren, liegen auch die wahren Ursachen für jenen hybriden Krieg, den der „kollektive Westen“ gegen Russland führt. Sie wünschen uns keine Freiheit, sondern wollen uns als eine Kolonie sehen. Sie wollen keine gleichberechtigte Zusammenarbeit, sondern ein Ausrauben. Sie wollen uns nicht als eine freie Gesellschaft, sondern als ein Haufen seelenloser Sklaven sehen.

Für sie sind eine direkte Bedrohung unsere Ideen und Philosophie. Daher trachtet man auch nach unseren Philosophen. Unsere Kultur und Kunst stellen für sie eine Gefahr dar. Daher versucht an, sie zu verbieten. Unsere Entwicklung und unser Prosperieren sind für sie auch eine Bedrohung. Die Konkurrenz nimmt zu. Sie brauchen Russland überhaupt nicht. Wir brauchen es. (Applaus)

Ich möchte daran erinnern, dass die Ansprüche auf eine Weltherrschaft in der Vergangenheit bereits mehrfach am Mut und der Standhaftigkeit unseres Volkes scheiterten. Russland wird stets Russland sein. Wir werden auch jetzt sowohl unsere Werte als auch unsere Heimat verteidigen.

Der Westen rechnet mit einer Straflosigkeit, damit, dass ihm alles durchgelassen wird. Im Grunde genommen ist alles bisher auch durchgegangen. Die Abkommen im Bereich der strategischen Sicherheit fliegen in den Papierkorb. Die Vereinbarungen, die auf höchster politischer Ebene erzielt wurden, werden zu Märchen erklärt. Die festen Versprechen, die NATO nicht gen Osten zu erweitern, wurden, sobald unsere früheren Spitzenvertreter von diesen eingefangen worden waren, zu einem schmutzigen Betrug. Die Verträge zur Raketenabwehr sowie zu Mittel- und Kurzstreckenraketen sind einseitig und unter erfundenen Vorwänden gelöst worden.

Und wir hören nur von allen Seiten: „Der Westen verteidigt eine Ordnung, die auf Regeln beruht“. Von woher sind sie genommen worden? Wer hat überhaupt diese Regeln gesehen? Wer hat sie abgestimmt? Hören Sie einmal, dies ist einfach irgendein Blödsinn, ein kompletter Betrug, zwei- oder schon dreifache Standards! Dies ist einfach für Dummköpfe bestimmt.

Russland ist ein großer tausendjähriger Staat, ein Land, eine Zivilisation. Und es wird nicht entsprechend solchen manipulierten, falschen Regeln leben. (Applaus)

Gerade der sogenannte Westen hat das Prinzip der Unzerstörbarkeit der Grenzen zertrampelt. Und jetzt entscheidet er nach seinem eigenen Ermessen, wer ein Recht auf Selbstbestimmung hat. Und wer nicht, wer es nicht würdig ist. Warum sie so entscheiden, wer ihnen solch ein Recht gegeben ist, ist unklar. Sie sich selbst.

Eben daher löst bei ihnen die Entscheidung der Menschen auf der Krim, in Sewastopol, in Donezk, Lugansk, Saporoschje und Cherson eine rasende Wut aus. Dieser Westen hat keinerlei moralisches Recht, ihr eine Wertung zu geben und sogar über eine Freiheit der Demokratie zu stammeln. Nein.

Die westlichen Eliten negieren nicht nur die nationale Souveränität und das internationale Recht. Ihre Hegemonie weist einen klar ausgeprägten Charakter von Totalitarismus, Despotismus und Apartheid auf. Dreist teilen sie die Welt in ihre Vasallen auf, in sogenannte zivilisierte Länder und in alle übrigen, die entsprechend dem Grundgedanken der heutigen westlichen Rassisten die Liste der Barbaren und Wilden vervollständigen sollen. Die verlogenen Etiketten – „verstoßenes Land“, „autoritäres Regime“ – sind bereits fertig. Sie labeln ganze Völker und Staaten. Und darin gibt es nichts Neues. Da gibt es nichts Neues: Die westlichen Eliten sind solche, wie sie gewesen sind, auch geblieben – kolonisatorische. Sie diskriminieren und teilen die Völker nach der „ersten“ und einer „anderen“ Sorte auf.

Wir haben nie solch einen politischen Nationalismus und Rassismus akzeptiert und werden es nicht. Und was ist, wenn nicht Rassismus, die Russophobie, die gegenwärtig in der ganzen Welt verbreitet wird? Was ist, wenn nicht Rassismus, die kategorische Überzeugtheit des Westens, wonach seine Zivilisation, seine neoliberale Kultur ein unbestreitbares Muster für die ganze Welt seien? „Wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns“. Sogar seltsam klingt dies alles.

Selbst die Buße für ihre eigenen historischen Verbrechen verlagern die westlichen Eliten auf alle übrigen, wobei sie sowohl von den Bürgern ihrer Länder als auch von anderen Völkern verlangen, die Verantwortung dafür zu übernehmen, wozu sie überhaupt keinerlei Beziehung haben – zum Beispiel für die Periode der kolonialen Eroberungen.

Es macht Sinn, den Westen daran zu erinnern, dass er seine Kolonialpolitik bereits in der Zeit des Mittelalters begonnen hatte. Und danach folgten der weltweite Sklavenhandel, der Genozid der Indianerstämme in Amerika, die Ausplünderung Indiens und Afrikas, die Kriege Englands und Frankreichs gegen China, in deren Ergebnis es gezwungen war, seine Häfen für einen Opium-Handel zu öffnen. Das, was sie getan haben – sie machten ganze Völker von Drogen abhängig, rotteten zielgerichtet ganze Ethnien aufgrund von Land und Ressourcen aus, veranstalteten eine wahre Jagd auf Menschen wie auf Tiere – dies ist der eigentlichen Natur des Menschen, der Wahrheit, der Freiheit und Gerechtigkeit zuwider.

Und wir: Wir sind darauf stolz, dass im 20. Jahrhundert gerade unser Land die antikoloniale Bewegung angeführte hatte, die vielen Völkern der Welt Möglichkeiten für eine Entwicklung eröffnete, dafür, um die die Armut und die Ungleichheit zu verringern sowie Hunger und Krankheiten zu besiegen.

Es sei unterstrichen, dass eine der Ursachen für die viele Jahrhunderte anhaltende Russophobie, für die unverhüllte Wut dieser westlichen Eliten in Bezug auf Russland gerade darin besteht, dass wir es nicht erlaubt hatten, uns in der Zeit der kolonialen Eroberungen ausnehmen zu lassen, die Europäer zwangen, den Handel zu einem gegenseitigen Vorteil zu führen. Dies gelang es zu erreichen, indem in Russland ein starker zentralisierter Staat geschaffen wurde, der sich auf der Grundlage der großen moralischen Werte des orthodoxen Christentums, des Islams, des Judaismus und des Buddhismus, auf der für alle offenen russischen Kultur und russischen Sprache entwickelte und erstarkte.

Es ist bekannt, dass mehrfach Pläne für Interventionen gegen Russland geschmiedet wurden. Man hatte versucht, sowohl die wirren Zeiten zu Beginn des 17. Jahrhunderts als auch die Zeit der Erschütterungen nach 1917 auszunutzen. Dies gelang nicht. Bis zu den Reichtümern Russlands zu kommen, hatte es der Westen dennoch Ende des 20. Jahrhunderts vermocht, als der Staat zerstört war. Damals nannte man uns sowohl Freunde als auch Partner. Tatsächlich aber verhielt man sich wie zu einer Kolonie. Billionen Dollar wurden entsprechend unterschiedlichster Schemas herausgepumpt. Wir alle erinnern uns an alles, nichts haben wir vergessen.

Und in diesen Tagen haben sich die Menschen in Donezk und Lugansk, in Cherson und Saporoschje dafür ausgesprochen, unsere historische Einheit wiederherzustellen. Danke! (Applaus)

Die westlichen Länder behaupten über Jahrhunderte, dass sie anderen Völkern sowohl die Freiheit als auch Demokratie bringen würden. Alles ist aber genau umgekehrt der Fall: anstelle einer Demokratie – Unterdrückung und Ausbeutung; anstelle von Freiheit – Unterwerfung und Gewalt. Die gesamte einpolige Weltordnung ist von ihrem Wesen her antidemokratisch und unfrei. Sie ist durch und durch verlogen und heuchlerisch.

Die USA sind das einzige Land in der Welt, die zweimal Kernwaffen eingesetzt haben, wobei sie die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zerstörten. Und im Übrigen damit einen Präzedenzfall geschaffen haben.

Es sei auch daran erinnert, dass die USA zusammen mit den Engländern während des Zweiten Weltkrieges ohne jegliche militärische Notwendigkeit Dresden, Hamburg, Köln und viele andere deutsche Städte in Ruinen verwandelten. Und dies war demonstrativ gemacht worden, ohne jegliche – ich wiederhole es – militärische Notwendigkeit. Das Ziel war nur eines – genauso wie auch im Fall mit den Atombombenabwürfen in Japan, sowohl unser Land als auch die ganze Welt einzuschüchtern.

Die USA haben eine schreckliche Spur in den Erinnerungen der Völker Koreas und Vietnams durch barbarische „Flächen-Bombardements“, durch den Einsatz von Napalm und chemischer Waffen hinterlassen.

Nach wie vor okkupieren sie faktisch Deutschland, Japan, die Republik Korea, ja und auch andere Länder und bezeichnen sie dabei zynisch als gleichberechtigte Verbündete. Hören Sie einmal! Es ist interessant, was sind dies da für Bündnisbeziehungen? Die ganze Welt weiß doch, dass man die Spitzenvertreter dieser Länder beschattet. Den ersten Persönlichkeiten dieser Staaten installiert man nicht nur in Dienst-, sondern auch in Wohnräumen Abhöranlagen. Dies ist eine wahre Schande. Eine Schande sowohl für jene, die dies tun, als auch für jene, die wie Sklaven schweigend und widerspruchslos diese Frechheit hinnehmen.

Befehle und grobe, beleidigende Zurechtweisungen an die Adresse ihrer Vasallen bezeichnen sie als euroatlantische Solidarität, die Entwicklung biologischer Waffen, die Versuche an lebenden Menschen, darunter in der Ukraine – als edle medizinische Forschungsarbeiten.

Gerade durch ihre zerstörerische Politik, durch Kriege und Raub haben sie die heutige kolossale Zunahme von Migrationsströmen provoziert. Millionen Menschen müssen Entbehrungen und Schikanen erleiden, kommen zu Tausenden ums Leben, während sie den Versuch unternehmen, eben bis zu diesem Europa zu gelangen.

Da führt man derzeit Getreide aus der Ukraine aus. Wohin geht es unter dem Vorwand „die Lebensmittelsicherheit der ärmsten Länder der Welt zu sichern“? Wohin gelangt es? Alles geht in eben jene europäischen Länder. Da sind nur fünf Prozent in die ärmsten Länder der Welt gegangen! Wieder ein neuer Schwindel und direkter Betrug!

Die amerikanische Elite nutzt vom Wesen her die Tragödie dieser Menschen für eine Schwächung ihrer Konkurrenten aus, für eine Zerstörung nationaler Staaten. Dies betrifft auch Europa. Dies betrifft auch die Identität Frankreichs, Italiens, Spaniens und anderer Länder mit einer jahrhundertlangen Geschichte.

Washington fordert immer mehr neue Sanktionen gegen Russland, und die meisten europäischen Politiker stimmen dem unterwürfig zu. Sie begreifen aber klar, dass die USA, indem sie einen vollkommenen Verzicht der EU auf russische Energieträger und andere Ressourcen durchdrücken, die Sache praktisch zu einer Deindustrialisierung Europas führen, dazu, um den europäischen Markt in die Finger zu bekommen. Sie begreifen alles, diese europäischen Eliten. Sie begreifen alles, ziehen es aber vor, fremde Interessen zu bedienen. Dies ist schon kein Lakaientum, sondern ein direkter Verrat der eigenen Völker. Aber Gott ist mit ihnen, dies ist ihre Sache.

Aber den Angelsachsen sind Sanktionen bereits zu wenig. Sie sind zu Diversionsakten übergegangen – es ist unwahrscheinlich, aber eine Tatsache -, indem sie zu Explosionen an den internationalen Gasfernleitungen „Nord Stream“ organisierten, die auf dem Meeresboden der Ostsee verlaufen. Faktisch haben sie eine Vernichtung der gesamteuropäischen Energie-Infrastruktur in Angriff genommen. Für alle ist doch offensichtlich, wem dies zum Vorteil gereicht. Für den es vorteilhaft ist, der hat es natürlich auch getan.

Das Diktat der USA besteht in grober Gewalt, in einem Faustrecht. Es kommt vor, hübsch verpackt, es kommt aber auch ohne jegliche Hülle vor. Das Wesen ist aber ein und dasselbe – es ist ein Faustrecht. Von daher die Entfaltung und Unterhaltung hunderter Militärstützpunkte in allen Ecken der Welt, die NATO-Erweiterung, die Versuche, immer neue Militärallianzen zusammenzuzimmern, solche wie AUKUS und ihnen ähnelnde. Es erfolgt eine aktive Arbeit auch zur Schaffung der militärpolitischen Liaison Washington-Seoul-Tokio. All jene Staaten, die über eine wahrhaftige strategische Souveränität verfügen oder bestrebt sind, sie zu besitzen, und in der Lage, die westliche Hegemonie herauszufordern, werden automatisch zu den Feinden gerechnet.

Gerade auf diesen Prinzipien basieren die Militärdoktrinen der USA und der NATO, die ein totales Dominieren – nicht mehr und nicht weniger – verlangen. Ihre neokolonialen Pläne präsentieren die westlichen Eliten genauso heuchlerisch, sogar mit dem Anspruch auf Friedensliebe. Sie reden von einer gewissen Zügelung. Und ein derartiges hinterhältiges Wort gelangt aus einer Strategie in die andere. Vom Wesen her bedeutet es aber nur eines – eine Untergrabung jeglicher souveränen Entwicklungszentren.

Wir haben bereits von einer Zügelung Russlands, Chinas und des Irans gehört. Ich nehme an, dass auch andere Länder Asiens, Lateinamerikas, Afrikas und des Nahen Ostens an der Reihe sein werden, aber auch die heutigen Partner und Verbündeten der USA. Wir wissen doch: Sobald etwas nicht gefällt, verhängen sie auch gegen Verbündete Sanktionen – mal gegen eine Bank, ein anderes Mal gegen eine andere, mal gegen ein Unternehmen, ein anderes Mal gegen ein anderes. Dies ist doch die Praxis, und sie wird ausgedehnt werden. Sie haben alles im Visier, darunter unsere nächsten Nachbarn, die GUS-Länder.

Zur gleichen Zeit gibt der Westen offenkundig und schon lange das Gewünschte für die Wirklichkeit aus. So hatten sie, indem sie einen Sanktionsblitzkrieg gegen Russland anzettelten, angenommen, dass sie ein weiteres Mal die ganze Welt auf ihr Kommando hin gleichschalten können. Wie sich aber herausstellte, erregt bei weitem nicht alle eine so verheißungsvolle Perspektive – außer ausgemachte politische Masochisten und Verehrer anderer nichttraditioneller Formen internationaler Beziehungen. Die meisten Staaten lehnen es ab, dies zu akzeptieren und wählen einen vernünftigen Weg für eine Zusammenarbeit mit Russland.

Solch einen Ungehorsam hatte der Westen von ihnen offensichtlich nicht erwartet. Man hatte sich einfach daran gewöhnt, nach Schablone zu handeln, sich alles dreist, per Erpressung, Bestechung und Einschüchterung zu nehmen. Und man überzeugt sich davon, dass diese Methoden ewig funktionieren werden. Sie sind buchstäblich verknöchert und in der Vergangenheit erstarrt.

Eine derartige Überheblichkeit ist eine direkte Ausgeburt nicht nur der berüchtigten Konzeption von der eigenen Ausschließlichkeit, obgleich auch dies natürlich bloß Erstaunen auslöst, sondern auch eines wahrhaftigen „Informationshungers“ im Westen. Die Wahrheit versenkte man in einem Ozean von Mythen, Illusionen und Fakes, wobei man eine extrem aggressive Propaganda nutzt und wie Goebbels aus allen Kräften lügt. Je unglaublicher eine Lüge, umso schneller wird man ihr glauben. So handelt man auch, entsprechend diesem Prinzip.

Aber man kann die Menschen nicht mit gedruckten Dollar und Euro füttern. Mit diesen Papierchen kann man nicht verpflegen. Und es ist unmöglich, mit der virtuellen, der aufgeblasenen Kapitalisierung der westlichen sozialen Netzwerke Wohnraum zu heizen. All dies ist wichtig, worüber ich spreche. Aber nicht weniger wichtig ist auch das, wovon gerade die Rede war. Mit Papierchen verpflegst du keinen. Lebensmittel werden gebraucht. Und mit diesen aufgeblasenen Kapitalisierungen wirst du auch keinen aufwärmen. Energieträger werden gebraucht.

Daher müssen die Politiker in eben jenem Europa ihre Mitbürger davon überzeugen, weniger zu essen, sich seltener zu waschen und sich zu Hause wärmer anzuziehen. Diejenigen aber, die berechtigte Fragen zu stellen beginnen: „Warum ist dem im Grunde genommen so?“, erklärt man zu Feinden, Extremisten und Radikalen. Man lenkt die Verantwortung auf Russland und sagt: Da sehen Sie doch, wer die Quelle all ihrer Nöte ist. Erneut lügt man.

 

Was möchte ist besonders hervorheben, unterstreichen: Es gibt allen Grund zur Annahme, dass sich die westlichen Eliten nicht anschicken, nach konstruktiven Auswegen aus der weltweiten Lebensmittel- und Energiekrise zu suchen, die sich durch ihr Verschulden ergeben haben, gerade durch ihr Verschulden, im Ergebnis ihrer langjährigen Politik – noch lange vor unserer militärischen Sonderoperation in der Ukraine, im Donbass. Sie haben nicht die Absicht, die Probleme der Ungerechtigkeit und Ungleichheit zu lösen. Es besteht die Befürchtung, dass sie bereit sind, andere, für sie gewohnte Rezepte zu nutzen.

Und hier macht es Sinn, daran zu erinnern, dass der Westen aus den Widersprüchen zu Beginn des 20. Jahrhunderts über den Ersten Weltkrieg herausgekommen war. Die Gewinne durch den Zweiten Weltkrieg erlaubten den Vereinigten Staaten, endgültig die Folgen der Großen Depression zu überwinden, dem Planeten die Herrschaft des Dollars als globale Reservewährung aufzuzwingen. Und die herangereifte Krise der 80er Jahre – und in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte sich die Krise gleichfalls zugespitzt – überwand der Westen in Vielen noch durch die Aneignung des Erbes und von Ressourcen der zusammenbrechenden und letzten Endes zusammengebrochenen Sowjetunion. Dies ist eine Tatsache.

Um jetzt aus dem erneuten Knäuel von Widersprüchen herauszukommen, müssen sie um jeden Preis Russland zerbrechen, die anderen Staaten, die einen souveränen Entwicklungsweg wählen, um noch mehr fremde Reichtümer zu rauben und dadurch ihre Löcher zu schließen, zu flicken. Wenn dies nicht geschieht, so schließe ich nicht aus, dass sie versuchen werden, auch ganz und gar das System zu einem Kollaps zu führen, dem man alles zuschreiben werden kann, oder sie werden entscheiden – Gott bewahre -, sich der bekannten Formel „ein Krieg wird alles abschreiben“ bedienen.

Russland begreift seine Verantwortung gegenüber der internationalen Gemeinschaft und wird alles tun, um solche Hitzköpfe zur Besinnung zu bringen.

Es ist offensichtlich, dass das gegenwärtige neokoloniale Modell letzten Endes zum Untergang verdammt ist. Ich wiederhole aber, dass seine realen Herren sich bis zuletzt an ihm festklammern werden. Sie haben einfach nichts der Welt zu bieten, außer einer Bewahrung eben jenes Systems von Ausplünderungen und Schutzgelderpressungen.

Vom Wesen her spucken sie auf das natürliche Recht von Milliarden von Menschen, des größeren Teils der Menschheit, auf die Freiheit und Gerechtigkeit, darauf, selbst, eigenständig ihre Zukunft zu bestimmen. Heutzutage sind sie ganz und gar zu einer radikalen Verleugnung moralischer Normen, der Religion und der Familie übergegangen.

Lassen Sie uns selbst sehr simple Fragen beantworten. Ich möchte jetzt dazu zurückkehren, was ich gesagt habe. Ich möchte mich auch an alle Bürger des Landes wenden – nicht nur an jene Kollegen, die sich im Saal befinden -, an alle Bürger Russlands. Wollen wir etwa, dass es bei uns hier, in unserem Land, in Russland anstelle von Mama und Papa „Elternteil Nummer 1“, „Nummer zwei“, „Nummer drei“ gibt? (Man ist dort schon ganz verrückt geworden!) Wollen wir etwa, dass in unseren Schulen von den ersten Klassen an den Kindern Perversionen aufgezwungen werden, die zu einer Degradierung und einem Aussterben führen? Dass man ihnen eintrichtert, dass es außer Frauen und Männern angeblich noch gewisse (andere) Gender gibt, und vorschlägt, eine Operation zur Geschlechtsänderung vorzunehmen? Wollen wir etwa dies alles für unser Land und unsere Kinder? Für uns ist dies alles inakzeptabel. Wir haben eine andere, unsere Zukunft.

Es sei wiederholt: Die Diktatur der westlichen Eliten ist gegen alle Gesellschaften gerichtet, darunter auch gegen die Völker der westlichen Länder an sich. Dies ist eine Herausforderung für alle. Solch eine vollkommene Negierung des Menschen, ein Zu-Fall-bringen des Glaubens und traditioneller Werte sowie die Unterdrückung von Freiheit erlangen Wesenszüge einer „entgegengesetzten Religion“, eines offenkundigen Satanismus. In der Bergpredigt sagt Jesus Christus bei der Bloßstellung der Lügen-Propheten: „An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.“ (Mt. 7:20). Und diese giftigen Früchte sind für die Menschen bereits offensichtlich – nicht nur in unserem Land, in allen Ländern, darunter für viele Menschen auch im eigentlichen Westen.

Die Welt ist in eine Periode revolutionärer Transformationen eingetreten. Sie tragen einen fundamentalen Charakter. Gebildet werden neue Entwicklungszentren. Sie repräsentieren die Mehrheit – die Mehrheit! – der internationalen Staatengemeinschaft und sind bereit, nicht nur ihre Interessen zu erklären, sondern sie auch zu verteidigen. Und in einem multipolaren Charakter (der Welt) sehen sie die Möglichkeit, ihre Souveränität zu stärken – und folglich – eine wahrhaftige Freiheit zu erlangen, eine historische Perspektive, ihr Recht auf eine eigenständige, kreative und ureigene Entwicklung, auf einen harmonischen Prozess.

In der ganzen Welt, darunter in Europa und den Vereinigten Staaten, haben wir, wie ich bereits sagte, viele Gleichgesinnte. Und wir spüren, wir sehen ihre Unterstützung. Innerhalb der unterschiedlichsten Länder und Gesellschaften entwickelt sich schon eine von ihrem Charakter her Befreiungs-, eine antikoloniale Bewegung gegen die einpolige Hegemonie. Ihr Charakter als ein Subjekt wird nur weiter zunehmen. Gerade diese Kraft wird die künftige geopolitische Realität bestimmen.

Sehr geehrte Freunde!

Heute kämpfen wir für einen gerechten und freien Weg, vor allem für uns selbst, für Russland, dafür, dass ein Diktat und Despotismus für immer in der Vergangenheit bleiben. Ich bin davon überzeugt, dass die Länder und Völker begreifen, dass die Politik, die auf einer Ausschließlichkeit von wem auch immer, auf einer Unterdrückung anderer Kulturen und Völker beruht, von ihrem Wesen kriminell ist, dass wir diese schändliche Seite umblättern müssen. Das begonnene Zerbröckeln der westlichen Hegemonie ist unumkehrbar. Und erneut wiederhole ich: Wie früher wird es schon nicht werden.

Das Schlachtfeld, auf das uns das Schicksal und die Geschichte gerufen haben, ist ein Schlachtfeld für unser Volk, für das große historische Russland. (Applaus) Für das große historische Russland, für die künftigen Generationen, für unsere Kinder, Enkel und Urenkel. Wir müssen sie vor einer Versklavung schützen, vor schrecklichen Experimenten, die darauf abzielen, ihr Bewusstsein und ihre Seele zu verkrüppeln.

Heute kämpfen wir, damit keinem und nie in den Sinn kommt, dass man sich Russland, unser Volk, unsere Sprache und unsere Kultur nehmen und aus der Geschichte herausstreichen kann. Heute brauchen wir eine Konsolidierung der gesamten Gesellschaft. Und die Grundlage solch einer Geschlossenheit können nur Souveränität, Freiheit, Schöpfertum und Gerechtigkeit sein. Unsere Werten, dies sind Menschenliebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl.

Und ich möchte meine Ansprache mit Worten des wahrhaftigen Patrioten Iwan Alexandrowitsch Iljin abschließen: „Wenn ich für meine Heimat Russland halte, so bedeutet dies, dass ich auf russische Art und Weise liebe, sinne und denke, auf Russisch singe und spreche, dass ich an die geistigen Kräfte des russischen Volkes glaube. Sein Geist ist mein Geist, sein Schicksal ist mein Schicksal, seine Leiden sind meine Trauer, sein Aufblühen – meine Freude“.

Hinter diesen Worten steht eine große Entscheidung, der viele Generationen unserer Vorfahren in den mehr als eintausend Jahren der russischen Staatlichkeit gefolgt sind. Heute treffen wir diese Wahl. Getroffen haben sie die Bürger der Donezker und der Lugansker Volksrepublik, die Einwohner der Gebiete Saporoschje und Cherson. Sie haben die Entscheidung getroffen, zusammen mit ihrem Volk zu sein, mit der Heimat zu sein, ihr Schicksal zu leben, gemeinsam mit ihr zu siegen.

Mit uns ist die Wahrheit, mit uns ist Russland!“