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Der Fokus des Konflikts verlagert sich zur Insel Smeinyj


Die Russische Föderation rückt planmäßig im Donbass vor und konzentriert Schiffe der Schwarzmeerflotte in der Odessa-Richtung. Die Streitkräfte der Ukraine unternehmen im Bereich des Schwarzen Meeres Versuche, Öl- und Gasobjekte der Russischen Föderation (die einst der Ukraine gehörten), aber auch von russischen Einheiten besetzte militärische Positionen auf der Insel Smeinyj (Schlangeninsel) zu vernichten. Spürbar sind die Anstrengungen der ukrainischen Streitkräfte, Voraussetzungen für eine Gegenoffensive gegen Cherson und Mariupol zu schaffen.

Die ukrainischen Streitkräfte haben nicht vor, den Widerstand gegen die Truppen der Russischen Föderation im Schwarzen Meer aufzugeben. In der Armee der Ukraine meldete man die Versenkung des Schleppers „Retter Wassilij Bech“ (zu der es keine Kommentare seitens der zuständigen russischen Institutionen gibt). Und es wurde der Versuch unternommen, Bohrplattformen des Unternehmens „Tschernomorneftjegaz“ zu vernichten. Die Ukraine bemüht sich augenscheinlich, die Effektivität der Schiffsabwehrwaffen zu demonstrieren, die durch die USA und andere NATO-Länder geliefert wurden.

Großbritanniens Verteidigungsministerium meldete nach ukrainischen Massenmedien, dass der Schlepper durch „Harpoon“-Flügelraketen getroffen worden sei.

Laut Mitteilungen der Krim-Senatorin Olga Kowitidi (Kremlpartei „Einiges Russland“) gelinge es bisher nicht, das Feuer auf einer der Bohrplattformen zu lokalisieren. Am Dienstag wurde die Suche nach sieben verschollenen Arbeitern fortgesetzt, drei Verwundete würden sich in stationärer Behandlung befinden. Und am Montag informierte das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation über die Einleitung eines Strafverfahrens aufgrund des Beschusses der russischen zivilen Objekte auf See. Es ist nicht ausgeschlossen, dass unter den Angeklagten auch konkrete Personen aus den USA sein werden, die den ukrainischen Militärs die entsprechenden Waffen geliefert und das Schießen mit Schiffsabwehrwaffen beigebracht haben.

Bisher gereicht die militärische Hilfe der USA und der NATO Kiew zum Nutzen. Militäranalytiker betonen bereits mehrere Tage in Folge, dass nach dem Erhalt neuer Waffen die ukrainischen Truppen Aktivitäten rund um die Schlangeninsel demonstrieren würden, die bereits in den ersten Tagen der militärischen Sonderoperation von der Russischen Föderation unter Kontrolle genommen worden war. Eine Rückeroberung der geografisch wichtigen Schlangeninsel wird für Kiew Voraussetzungen für eine De-Blockierung der ukrainischen Häfen schaffen, aber auch die Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte gefährden. Solch eine Schlussfolgerung kann man aus den Erklärungen des Leiters der Militäradministration von Odessa, Dmitrij Martschenko, ziehen, der am 18. Juni mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij gesprochen hatte. Gerade nach dem Odessa-Besuch von letzterem hat auch die neue Runde militärischer Aktivitäten der Ukraine im Bereich des Schwarzen Meeres begonnen.

In den sozialen Netzwerken sind Mitteilungen darüber aufgetaucht, dass Schiffe der Schwarzmeerflotte angeblich „mit einer kompletten Gefechtsausstattung zu Gefechtsordnungen aufgefahren und in Richtung Odessa unterwegs sind“. Diese Meldungen