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Die Streitkräfte der Ukraine planen 7mal mehr Schläge gegen die Krim


Kiew und westliche Medien fixieren eine Verstärkung der Schläge der Streitkräfte der Russischen Föderation gegen die Ukraine (u. a. zwecks systematischer Zerstörung der Hafen- und Energie-Infrastruktur des Landes – Anmerkung der Redaktion). Wie der stellvertretende Chef der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine Generalmajor Wadim Skibizkij erklärte, habe Russland im Juli eine Rekordzahl von Raketen eingesetzt. Deren Herstellung wird in der Russischen Föderation forciert. Und der Jahresplan für deren Produktion ist bereits erfüllt worden. Dabei haben der Präsident der Ukraine Wladimir Selenskij und die ukrainische Spitzenmilitärs versprochen, dass die Streitkräfte der Ukraine die weitreichenden Attacken gegen die Russische Föderation und besonders gegen die Krim verstärken würden.

Wadim Skibizkij betonte, dass „Russland im Juli dieses Jahres Rekordwerte hinsichtlich des Einsatzes ballistischer und Hyperschall-Raketen erreichte“. Laut Angaben der ukrainischen Hauptverwaltung für Aufklärung übererfülle Moskau die Monatspläne hinsichtlich der Herstellung der Hauptraketentypen (X-101, „Kaliber“ und „Iskander“), wobei der Jahresplan für „Zirkon“- und „Onyx“-Raketen schon im August erfüllt worden sei. Woher diese Daten genommen wurden, ist nicht mitgeteilt worden, doch die Schlussfolgerungen der Hauptverwaltung für Aufklärung werden in bekanntem Maße auch durch Daten des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation bestätigt.

Innerhalb von 24 Stunden hätten die russischen Streitkräfte die Dörfer Schtscherbakowka im Verwaltungsgebiet Charkow und Nowoje Polje im Verwaltungsgebiet Saporoschje eingenommen, wurde am Dienstag gemeldet. Am Mittwoch folgten entsprechende Moskauer Erfolgsmeldungen zur Einnahme des Dorfs Wodjanoje im Verwaltungsgebiet Charkow. Außerdem haben die russischen Streitkräfte in der Nacht zum Dienstag einen Gruppenschlag gegen Unternehmen der Rüstungsindustrie und gegen Transport- und Logistik-Zentren in Kiew und in Saporoschje geführt. Am Mittwoch folgten Attacken gegen die ukrainische Hafen-Infrastruktur. Die ukrainischen Medien berichteten, dass lenkbare Bomben, „Zirkon“-Raketen zur Bekämpfung von Seezielen und ballistische Raketen des Typs „Iskander-M“ durch die russischen Militärs eingesetzt worden seien. Im Ergebnis dieser Angriffe wurden in der ukrainischen Hauptstadt Terminals des Unternehmens „Neue Post“ und eines Transport- und Logistik-.Zentrums getroffen. (Laut Medienangaben seien in der Ukraine etwa 40 Prozent der Logistik-Objekte von russischen Attacken betroffen worden, als eine Antwort auf die ukrainischen Angriffe gegen den russischen E-Commerce-Giganten Wildberries, der bereits etwa 20 Prozent seiner Kapazitäten verloren hat – Anmerkung der Redaktion). In Saporoschje, der Hauptstadt des gleichnamigen Verwaltungsgebietes, das von Russland vollkommen laut Verfassung beansprucht wird, ist das Metallurgie-Komnbinat getroffen worden. Selenskij bewertete diese Schläge als sehr schwere, wobei er erneut den Westen um mehr Hilfe für das ukrainische Luftverteidigungssystem bat.

Zuvor hatte sich Selenskij mit Vertretern der Streitkräfte der Ukraine getroffen und einen Plan für weitere Schläge gegen Russland bestätigt, die die ukrainische Spitzenmilitärs zu verstärken versprechen. Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums seien in der Nacht zum 11. August über 15 Landesregionen 396 Drohnen neutralisiert worden. Und insgesamt seien innerhalb von 24 Stunden über der Russischen Föderation über 930 Drohnen des Flugzeugtyps vernichtet worden. Am Mittwoch sahen die in Moskau gemeldeten entsprechenden Zahlen so aus: 502 Drohnen in der Nacht zum Mittwoch über acht Regionen und dem Schwarzen Meer und 1061 Drohnen und fünf „Neptun“-Raketen im Verlauf von 24 Stunden. All diese Angaben können jedoch nicht durch Zweit- und Drittquellen überprüft werden.

Der Befehlshaber der Drohnen-Truppen der Streitkräfte der Ukraine Robert Browdi (der 51jährige wurde im März dieses Jahres durch ein russisches Militärgericht zu einer lebenslänglichen Haft in absentia aufgrund seiner Tätigkeit verurteilt – Anmerkung der Redaktion) gestand in einem Interview für amerikanische Medien ein, dass es eine sehr bedeutsame Aufgabe sei, Schläge gegen die russische Lager von Wildberries zu gewährleisten. Er lehnte es ab, die Dauer der Attacken gegen das Unternehmen zu nennen, wobei er lediglich sagte, dass die Schläge fortgesetzt werden würden, „solange es für dieses unmöglich wird, sich schnell wiederherzustellen“. Browdi erklärte gleichfalls, dass die Anzahl der Schläge gegen die Krim „um das 7fache zunehmen kann, wenn die westliche Mittel schneller kommen“. Dabei betonte er, dass die Drohnen-Streitkräfte „lediglich zu 14 Prozent vom erforderlichen vollkommenen Umfang für die Durchführung der Krim-Kampagne“ ausgerüstet seien.

Der Befehlshaber der Drohnen-Truppen gestand ebenfalls ein, dass das amerikanische Starlink-System helfe, die Effektivität der Schläge gegen die Halbinsel zu erhöhen, da es über dem Territorium der Krim nicht abgeschaltet sei. Russland setze aber Mittel für eine Unterdrückung der Satelliten-Signale ein, die resultativ seien. Die Russische Föderation schaffe ebenfalls ein eigenes satellitengestütztes Fernmeldesystem (mit der auf niedrigen Erdumlaufbahnen wirkenden Satelliten-Gruppierung „Morgengrauen“, für eine Breitband-Datenübertragung, das von dem Unternehmen „Büro 1440“ entwickelt wird — „NG“), um mit Starlink zu konkurrieren, sagte er. „Dies ist ein Risiko für den ganzen Planeten“, sagte Browdi“, „denn die Russische Föderation wird einen Zugang zu Informationen hinsichtlich der ganzen Welt erhalten“.

Medien zitierten gleichfalls Skibizkij, der mitgeteilt hatte, dass die Russische Föderation derzeit 16 Satelliten auf Erdumlaufbahnen habe. „Weiter wird man andere starten, um eine Gruppierung aus insgesamt 292 Satelliten im Jahr 2027 zu schaffen und diese bis auf 924 Satelliten im Jahr 2035 zu bringen. Bisher können sie fragmentarisch arbeiten, wenn ein Satellit über unser Territorium fliegt. Wenn die Russen eine vollwertige Satelliten-Gruppierung stationieren, wird dieses System wie Starlink funktionieren. Und es erfolgt bereits eine Diskussion, wie man dies bekämpfen kann“, erklärte der Vertreter der ukrainischen Hauptverwaltung für Aufklärung.

Nach Meinung ukrainischer Militärs würden von der Russischen Föderation auch andere Gefahren ausgehen. Die Anzahl der reaktiven Drohnen, die für die Ukraine schwieriger abzuschießen sind, habe sich in den letzten Wochen um das 2,5fache erhöht, betonte Browdi. Die russischen Militärs könnten jetzt gleichzeitig eine Salve mit 77 ballistischen Raketen führen, sagte er. Und man plane, diese Anzahl bis auf 200 zu erhöhen. „Dies ist einer der anfälligsten Stellen der Ukraine, da im Land die Abfangmittel für das amerikanische Patriot-System — des einzigen Systems im Arsenal der Ukraine gegen ballistische Raketen — zu Ende gehen, was bedeutet, dass Dutzende von Russland abgefeuerte Raketen während eines massiven Beschusses durchkommen und Ziele treffen“, gestand der Befehlshaber der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte ein.

Derweil schlussfolgerte die britische „Times“, dass die Ukraine die „Raketenschlacht“ verliere und Lieferungen von Luftverteidigungssystemen und eine Erweiterung des Zugangs zu den amerikanischen Starlink-Systemen für eine Verteidigung gegen die russischen Schläge und zur Vernichtung von Startanlagen in der Tiefe Russlands brauche. Die USA haben aber bisher keine Genehmigung zur Nutzung von Starlink über dem gesamten Territorium der Russischen Föderation erteilt.

Britische Medien präzisierten, dass, wenn über der Russischen Föderation das Starlink-System arbeiten würde, die ukrainischen Militärs versuchen könnten, Startanlagen von „Iskander“-Raketen und anderen Raketen während ihrer Umverlegung und Fahrt zu entsprechenden Positionen zu treffen. Der Inhaber von SpaceX Elon Musk erteilt aber der Ukraine keine Zustimmung zur Einschaltung der Satelliten-Navigation über dem russischen Territorium . Daher bleibt eine Vernichtung russischer ballistischer Raketen auf dem Boden für Kiew vorerst eine außerordentlich schwierige Aufgabe.

Das US-Magazin „Atlantic“ behauptete, dass sich die US-Administration auch mit einer Erteilung einer Lizenz für die Herstellung von Munition für die Patriot-Komplexe nicht beeile, da die amerikanischen Rüstungsunternehmen befürchten würden, dass die ukrainischen Hersteller nach Beendigung der Kampfhandlungen den Komplex verbessern und ihn schneller und kostengünstiger herstellen würden. Das einzige, was die USA der Ukraine kostenfrei zur Verfügung stellen, sind Aufklärungsdaten, unter anderem Koordinaten für Schläge gegen Positionen der Streitkräfte der Russischen Föderation, aber auch gegen Objekte der Energie-Infrastruktur in Russland.