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Die Ukraine droht Russland mit Winter-Schlägen gegen Energie-Objekte


Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat während seines USA-Besuchs weitere Pläne für die Führung von Schlägen gegen Russland angedeutet, besonders im Winter gegen dessen Energie-Objekte. Ihre Bereitschaft, der Ukraine zu helfen, erklärten Vertreter mehrerer NATO-Länder bei einer in Estland stattgefundenen Sicherheitskonferenz. Der stellvertretende Oberkommandierende der NATO-Streitkräfte in Europa, der britische Marschall der Luftstreitkräfte Sir John Jackson Stringer rief unter Berücksichtigung der „aufgeheizten Lage“ die Partner auf, Vorsicht an den Tag zu legen, um die Allianz nicht zu einer gewissen „nichtproportionalen Antwort“ für Russland zu provozieren.

Eine „nichtproportionale Antwort“ werde vom Wesen her den Beginn eines groß angelegten Krieges gegen die Russische Föderation durch die Allianz bedeuten, meinen Experten. Die NATO-Länder und deren Verbündeten seien jedoch bisher nicht dazu bereit, betont man in der Führung der Organisation. Selenskij teilte derweil mit, dass am Rande der UN-Vollversammlung Abkommen über eine Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich mit Finnland und Australien unterzeichnet worden seien. Die Dokumente sehen eine weitere militärische Hilfe für die Streitkräfte der Ukraine vor, unter anderem bei der Herstellung und Entwicklung von Drohnen-Systemen und IT-Technologien. Eine militärische Unterstützung für die ukrainische Armee im Umfang von 2,68 Milliarden Dollar hatte in der vergangenen Woche das US-Außenministerium bekanntgegeben. Und dessen russischsprachiger Vertreter Ian Bateson teilte mit, dass sich nach dem jüngsten Treffen mit Selenskij bei Trump eine gute Vorstellung von den „Erfolgen der ukrainischen Armee“ ergeben hätte. „Die ist natürlich ein gutes Zeichen in der Hinsicht, dass die Amerikaner der Ukraine militärische Hilfe gewähren werden“, betonte Bateson. Er akzentuierte die Aufmerksamkeit dahingehend, dass die Frage nach einer Übergabe der Lizenz zur Herstellung von Raketen für den „Patriot“-Luftabwehrkomplex an Kiew noch geklärt werde.

Vor diesem Hintergrund meldete der amerikanische TV-Sender CBS News, dass die Ukraine bereit sei, am Rande der sogenannten High-Level-Woche der UN-Vollversammlung in den nächsten Tagen ein Zeichen setzendes Abkommen mit den USA auf dem Gebiet der Drohnen-Bekämpfung zu unterschreiben. Solch ein Dokument werde angeblich vorbereitet. CBS News betonte unter Berufung auf Quellen, dass im vergangenen Jahr das Pentagon und das ukrainische Verteidigungsministerium „einen Mechanismus entwickelt haben, der den Streitkräften beider Länder erlauben wird, die Tests und Herstellung ukrainischer Waffen und Rüstungstechnologien auf dem Territorium der USA zu erweitern“. Angeblich hätten die Vereinigten Staaten bereits Erfahrungen aus dem Einsatz der Nutzung ukrainischer Drohnen-Systeme und von Komponente im Krieg gegen den Iran genutzt.

Bereits in den Jahren 2023-2024 entwickelte das Pentagon zusammen mit ukrainischen Spezialisten die Abfangdrohne Merops (Hauptentwickler ist das Unternehmen Perennial Autonomy, lt. anderen Angaben Project Eagle), in der Sonden mit einer künstlichen Intelligenz aus der Fertigung des ukrainischen Technologie-Unternehmens Sine Engineering, aber auch ukrainische Sprengstoff enthaltende Gefechtsteile verwendet werden. CBS News präzisierte: Vor der Koppelung der Drohnen mit amerikanischen funkelektronischen Luftverteidigungsmitteln war für deren Gefechtseinsatz gleichfalls die Hilfe ukrainischer Spezialisten erforderlich gewesen. Jetzt werden bereits einzelne ukrainische Unternehmen, solche wie Skyfall (einer der größten ukrainischen Hersteller von Drohnen), an Ausschreibungen für den Abschluss von Verträgen über die Lieferung von Drohnen an die Streitkräfte der USA teilnehmen. Im Rahmen des Programms ist geplant, bis zum Jahr 2027 über 200.000 Drohnen zu erwerben. Dies würden die modernsten Drohnen sein, in denen ukrainische IT-Entwicklungen zum Einsatz kommen, betonten Journalisten von CBS News. Laut Angaben deren Quellen solle das Dokument einen umfangreicheren Mechanismus schaffen, der den führenden ukrainischen Rüstungsunternehmen erlauben werde, direkt mit amerikanischen Unternehmen und den US-Streitkräften zusammenzuwirken.

Für das ukrainische Kommando steht jedoch solch ein Dokument wahrscheinlich mit konkreten Plänen in einem Zusammenhang. Im Verteidigungsministerium der Ukraine ist zum stellvertretenden Verteidigungsminister für Frage der digitalen Entwicklung, digitaler Transformationen und einer Digitalisierung Major Alexej Rewa ernannt worden. Der Rang eines Majors ist in der Ukraine wie auch in Sowjetzeiten der erste Dienstgrad für ranghohe Offiziere. Solche Personalentscheidungen hatte es bisher im Verteidigungsministerium der Ukraine nicht gegeben. Es wird angenommen, dass er sich mit einer Erweiterung der Digitalisierung der Schlüsselprozess in den Truppen befassen wird. Unter seinen Prioritäten ist die Entwicklung der Armee, von Reserven und des DELTA-Gefechtssystems (enthält Informationen über die Handlungen der ukrainischen Streitkräfte auf dem Gefechtsfeld — „NG“). Zu einer wichtigen Etappe der Digitalisierung der Streitkräfte der Ukraine und der anderen bewaffneten Strukturen des Landes soll die Öffnung des Marktes für IT-Produkte werden. Geplant ist, dass dies erlauben wird, umfangreicher die IT-Industrie für die Entwicklung digitaler Lösungen zu gewinnen und den Weg vom Bedarf der Militärs bis zur Entwicklung und praktischen Anwendung in der Armee zu verkürzen.

„Das Pentagon möchte mit der Ukraine zusammenarbeiten, indem es die Entwicklungen ukrainischer Militärspezialisten auf dem Gebiet der IT-Technologien implementiert. Daher wird augenscheinlich auch ein entsprechendes Abkommen mit Kiew vorbereitet“, betonte der Militärexperte und Oberst im Ruhestand Nikolaj Schulgin. Er lenkte die Aufmerksamkeit darauf, dass die ukrainischen Streitkräfte ungeachtet der Probleme mit dem Budget die Möglichkeit hätten, den Einsatz von Drohnen auf dem Gefechtsfeld zu erweitern. Der Experte verwies auf Daten des Verteidigungsministeriums der Ukraine, das informierte, dass Drohnen und andere Waffen heute über die Online-Shops von Dot-Chain Defence in die Streitkräfte der Ukraine kommen würden. Vor einem Jahr war das System nur für zwölf Brigaden zugänglich gewesen. „Jetzt nutzen es über 500 Einheiten der ukrainischen Streitkräfte und anderer bewaffneter Strukturen. Der Online-Plattform haben sich gleichfalls Einheiten der „Drohnen-Linie“ und einzelne Sturmregimenter angeschlossen“, heißt es auf der Internetseite des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Meistens bestellt man Drohnen (84 Prozent der Bestellungen) und funkelektronische Kampfmittel (8,6 Prozent) sowie bodengestützte Roboter-Komplexe (7,2 Prozent).

P. S.

Wladimir Selenskij erklärte, dass beim letzten Treffen mit US-Präsident Donald Trump der über die endgültige Entscheidung informiert hätte, Kiew eine Lizenz für die Herstellung von Raketen für „Patriot“-Luftverteidigungskomplexe zu erteilen. „Es gibt konkrete Vereinbarungen. Präsident Trump hat beim letzten Treffen mit mir unterstrich, dass ja, „ich eine endgültige Entscheidungen getroffen habe. Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von „Patriot“-Raketen erhalten““, sagte Selenskij auf entsprechende Journalistenfragen. Dabei präzisierte Selenskij nicht, um welche konkrete Modifikation der Raketen es gehe. Zuvor hatte Trump erklärt, dass die Diskussion veraltete Varianten dieser Art von Munition betreffe.

Am Mittwoch, dem 23. September sprach der ukrainische Präsident auch vor der UN-Vollversammlung, was in den Moskauer Medien größtenteils übergangen wurde. In seinem Auftritt in New York warnte er, dass eine Fortsetzung der russischen Schläge gegen die Energie-Infrastruktur der Ukraine zu Antwortattacken gegen russische Objekte der Energiewirtschaft führen werde. „Die Ukrainer begreifen, dass dieser Winter für uns ein sehr schwerer sein kann. Aber als Antwort haben wir keine andere Wahl, außer ihn auch für Russland zu einem schmerzhaften zu machen“, erklärte Selenskij.