Die Verhandlungen über eine Beendigung des Konflikts in der Ukraine beeinflussen bisher in keiner Weise den Charakter der Kampfhandlungen zwischen Moskaun und Kiew. Im Gegenteil: In den letzten Tagen ist eine Eskalation des Konflikts zu beobachten. Die ukrainischen Militärs sind bestrebt, großangelegte Schläge gegen Infrastruktur-Objekte in der Russischen Föderation zu führen. Und für eine Abwehr der Luftangriffe seitens der Russischen Föderation werden laut Angaben eines französischen Internetportals für Fachinformationen aus den Bereichen der Aufklärung und Geheimdienste amerikanischen Jagdflugzeuge der vierten Generation des Typs F-16 eingesetzt, die nicht nur von ukrainischen Piloten, sondern auch von Söldner aus den USA und Niederlanden geflogen werden.
Laut einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom Dienstag, wurden durch Mittel der Luftabwehr im Verlauf von 24 Stunden acht lenkbare Fliegerbomben und 334 Drohnen des Flugzeugtyps abgeschossen. Dabei wurden die stärksten Schläge der Streitkräfte der Ukraine in der Verwaltungsregion Krasnodar, im Verwaltungsgebiet Brjansk und auf der Krim, wo in Sewastopol drei Wellen von Drohnenangriffen abgewehrt wurden, fixiert. Als Antwort darauf führten die Streitkräfte der Russischen Föderation einen massiven Schlag mit weitreichenden boden- und luftgestützten hochpräzisen Waffen gegen militärische Ziele und Energieobjekte in der Ukraine. Laut Angaben dortiger Quellen wurden 425 Flugobjekte, unter ihnen 29 Raketen vom Typ „Iskander-K“ und X-59/69, fixiert. Ein Teil von ihnen traf Ziele im Raum Kiew, wo laut Informationen des französischen Internetportals Intelligence Online, das sich auf die Arbeit mit Aufklärungsdaten spezialisiert, für die Verteidigung der ukrainischen Hauptstadt in den letzten Wochen „eine neue internationale F-16-Fliegerstaffel gebildet wurde, die mit ukrainischen, amerikanischen und niederländischen Piloten aufgefüllt wurde“.
Wie das Internet-Portal betont, spiele die Fliegerstaffel heute „eine Schlüsselrolle beim Schutz des Himmels über dem Verwaltungsgebiet Kiew“. Und die Arbeit ausländischer Piloten in ihr hänge mit den technischen Schwierigkeiten des Einsatzes der F-16-Jagdflugzeuge zusammen. Das Portal betont, dass „der bedeutendste Beitrag der westlichen Veteranen für die Struktur der Luftabwehr der Ukraine ihre Erfahrungen und Fertigkeiten bei der Nutzung der hochpräzisen Sensoren der Jagdflugzeuge, insbesondere des Zielanzeigesystems Lockheed Martin Sniper sind“. Dieses hochpräzise elektronisch-optische und Infrarot-System werde für die Identifizierung über große Entfernungen und das Verfolgen sich schnell bewegender Ziele sowie für die Führung von Schlägen unter schwierigen meteorologischen Bedingungen genutzt, erläutert das Portal. Es verweist auf Daten von „mehreren Quellen, die dem Generalstab der Ukraine nahestehen“. Intelligence Online schreibt, dass die ukrainischen Besatzungen bereits einiges Verständnis für diese Geräte besessen hätten, „aber nur teilweise aufgrund des Fehlens der langjährigen Ausbildung an diesem Typ westlicher Systeme“.
Wie effektiv die Staffel ist, ist vorerst unbekannt. Es gibt auch keine offiziellen Bestätigungen für ihre Existenz. Der Chef der Kommunikationsverwaltung des Kommandos der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, Jurij Ignat, erklärte, dass im ukrainischen Himmel nur einheimische Piloten fliegen würden.
Das Vorhandensein von hochtechnologischen F-16-Flugzeugen in den Luftstreitkräften der ukrainischen Armee, die durch NATO-Länder übergeben wurden, wird durch objekte Daten bestätigt. Über Probleme bei der Ausbildung ukrainischer Spezialisten und die Notwendigkeit einer Beteiligung westlicher Profis an der Wartung und beim Einsatz haben mehrfach viele Experten und Politiker gesprochen. Auf inoffizieller Ebene hat das Kommando der Streitkräfte der Ukraine gleichfalls die Bereitschaft signalisiert, ausländische Piloten für das Arbeiten mit F-16-Jets einzustellen. Der amerikanische Senator von den Republikanern, Lindsey Graham (in der Russischen Föderation auf eine Liste von Terroristen und Extremisten gesetzt) hatte bei einem Kiew-Besuch im Jahr 2024 gleichfalls davon gesprochen, dass die Ukraine amerikanische Piloten-Veteranen für einen Einsatz auf F-16-Jets anheuern könne, solange die ukrainischen Piloten eine Ausbildung absolvieren.
„Laut offenen Daten, die offiziell nicht bestätigt worden sind, befinden sich derzeit im Bestand der Luftstreitkräfte der ukrainischen Armee rund 20 F-16-Jagdflugzeuge, die aus NATO-Ländern übergeben worden sind – vor allem aus Dänemark und den Niederlanden“, berichtete der „NG“ der Militärexperte und Oberst im Ruhestand Wladimir Popow. „In was für einem Zustand sie sind, ist nicht bekannt. Es kann angenommen werden, dass sie eine Reparatur, Wartung und Modernisierung erfordern. Aber solch eine Anzahl von Flugzeugen reicht für eine Staffel“. Er erinnerte daran, dass im Januar dieses Jahres das Pentagon mit dem belgischen Unternehmen Sabena Aerospace Engineering einen Vertrag über die Durchführung von Arbeiten zur Reparatur und Wartung von F-16-Flugzeugen im Interesse der Streitkräfte der Ukraine unterzeichnete. „Die Amerikaner sind an Erfahrungen aus der Nutzung von F-16-Jets unter Gefechtsbedingungen interessiert“, meint Popow.
Laut Aussagen des Experten werde das Ziel-Modul Lockheed Martin Sniper in F-16-Jets zusammen mit dem kostengünstigen Raketenkomplex APKWS II, der auf einer alten, aber modernisierten Rakete installiert wird, genutzt und vernichte Ziele mithilfe der Technologie einer halbaktiven lasergestützten selbständigen Zielsuche. „Solche Komplexe mit einem Wert von bis zu 20.000 US-Dollar verwendeten die Amerikaner in den Jahren 2023-2025 zur Bekämpfung von Drohnen der Hussiten im Nahen Osten. Sie sind um ein erhebliches billiger als die für die F-16-Jets traditionellen Fliegerraketen vom Typ AIM-9 oder AIM-120, die 450.000 bzw. eine Million Dollar und mehr kosten. Ja, und jetzt erproben die amerikanischen Piloten und ihre Freunde aus der NATO APKWS II im Ukraine-Konflikt, wobei sie versuchen, den Himmel über Kiew zu schützen. Laut Medienangaben würden unter den Söldner im Bestand der F-16-Fliegerstaffel der ukrainischen Armee Piloten handeln, die an Kampfhandlungen im Nahen Osten und in Afghanistan teilgenommen haben“.
Popow ist der Auffassung, dass das Vorgehen mit Söldnern bei der Nutzung von F-16-Jets in der Konfliktzone für die Rüstungsunternehmen in den USA und anderen NATO-Ländern von Vorteil sei. „Die Lobbyisten der Rüstungsindustrie wollen keine Beendigung der Gefechte in der Ukraine. Denn dann wird es für die Söldner keine Arbeit geben. Und die technischen Neuheiten der Rüstungskonzerne werden keine Erprobung unter Gefechtsbedingungen durchlaufen“, denkt Popow. Der Chef des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG, Armin Papperger, betonte beispielsweise, dass das Unternehmen bereit sei, der Ukraine zusätzliche Technik zu liefern. 2Wir können in vielen Bereichen helfen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stellen wir mehr Munition her als in den mit der Ukraine abgeschlossenen Verträgen vorgesehen worden ist“, teilte Papperger mit. Nach seinen Worten könne die Rheinmetall AG Kiew mit Luftabwehrwaffen, Munition, Drohnen und sogar Panzern versorgen. Dabei sei „in einigen Bereichen“ die Finanzierung der Produktion für die Streitkräfte der Ukraine bisher nicht abgesichert, fügte er hinzu.
Es sei hervorgehoben, dass laut Medienangaben die 100 größten Rüstungsunternehmen der Welt entsprechend den Ergebnissen des Jahres 2024 ihren Erlös aus dem Verkauf von Waffen und militärischen Leistungen um 5,9 Prozent bis auf 572 Milliarden Euro steigerten, folgt aus einem entsprechenden Bericht des Stockholmer Internationalen Instituts für Friedensforschung (SIPRI). Die deutschen Waffenbauer haben dabei den Erlös um 36 Prozent gesteigert.