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Kiew bereitet einen Militärplan für 30 Jahre vor


Die Führung der Streitkräfte der Ukraine hat einen neuen Militärplan vorbereitet, der für mindestens 30 Jahre ausgelegt ist. Dieses Dokument, das ein Zurückholen aller früheren Territorien der Ukraine unter die Verwaltung von Kiew vorsieht, befindet sich derzeit zwecks Prüfung im ukrainischen Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung. Irgendwelche Entscheidungen zu ihm gebe es auf nationaler Ebene bisher keine, meldeten die ukrainischen Medien.

Laut Angaben des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation vom Dienstag, dem 6. Oktober hätten die ukrainischen Militärs in den vergangenen 24 Stunden versucht, Schläge gegen Russland unter Einsatz von 17 „Flamingo“-Flügelraketen großer Reichweite und 1750 Drohnen des Flugzeugtyps zu führen. Dabei seien mehr als ein Drittel der Drohnen in Richtung der hauptstädtischen Region unterwegs gewesen. Und 173 Drohnen hätten die russischen Luftverteidigungsmittel beim Anflug nach Moskau vernichtet.

Bisher im Oktober vernichtete ukrainische Drohnen – Quelle: Verteidigungsministerium Russlands

01.10.26

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03.10.26

04.10.26

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Nachts zum…

330

646

218

556

199

868

311

In den letzten 24 Stunden

650

1157

680

1222

861

1750

764

Die russischen Truppen führten ebenfalls massive Schläge gegen die Ukraine, wobei erstmals Dnepr-Brücken in Saporoschje angegriffen wurden. Am Mittwoch im Übrigen die Brücke von der Dnepr-Insel Chortiza zum Stadtterritorium. Das russische Verteidigungsministerium überschlug sich fast mit seinen Erfolgsmeldungen, wonach Depots der Armee der Ukraine, Hafen-Anlagen usw. getroffen wurden. Ins Visier der russischen Drohne gerieten auch Frachter, die in verschiedenen ukrainischen Häfen vor Anker lagen. (Und wie stets wurde nicht angegeben, unter welcher Flagge sie fahren, während das russische Transportministerium nach dem Beschuss von Schiffen durch ukrainische Drohnen nie auszuweisen vergisst, unter welcher Flagge das jeweilige getroffene Schiff unterwegs war. — Anmerkung der Redaktion) Die britische „Financial Times“ zog eine gewisse Bilanz der Attacken und ist der Auffassung, dass im Ergebnis der Blockierung der Seehäfen durch Russland die Ukraine mindestens acht Milliarden Dollar vom Juni dieses Jahres bis einschließlich Juni kommenden Jahres – 20 Prozent des gesamten Exporterlöses des vergangenen Jahres – verlieren könne. „Russland hat ebenfalls die Schläge gegen Züge mit Erz und Getreide verstärkt, wobei insgesamt über 500 Lokomotiven seit Beginn des Konflikts vernichtet wurden, was zu einer Erschöpfung des Reserve-Lokomotiven-Parks der Ukraine führte“, betonen die britischen Journalisten.

Und das Magazin „Forbes“ schrieb, dass nach der Serie russischer Schläge gegen Unternehmen der Metallindustrie 90 Prozent der Kapazitäten für die Stahlproduktion in der Ukraine nicht arbeiten würden, was fünf bis sieben Milliarden Dollar Deviseneinnahmen und 30 bis 40 Milliarden Griwna Haushaltseinnahmen kosten könne und entsprechend dem schlimmsten Szenario 6,5 bis 7 Prozent des BIP ausmache. Für eine Wiederaufnahme der Produktion sind drei Basisbedingungen nötig: Sicherheit, eine Bewahrung des qualifizierten Personals und eine stabile Logistik. Dies gibt es natürlich nicht in der Ukraine. Doch das Kiewer Regime schenkt dem scheinbar vorerst keine Beachtung.

Ukrainische Medien meldeten, dass nach einem Telefonat des Präsidenten der Ukraine Wladimir Selenskij mit dem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron „neue Militärlieferungen vorbereitet werden“. Und dieses Hilfspaket werde bald eintreffen. Außerdem würden ukrainische Piloten bald eine Ausbildung an französischen Rafale-Flugzeugen in Frankreich beginnen. „Dies ist ein ernsthafter Schrift für die ukrainischen Luftstreitkräfte“, ist sich Selenskij sicher. Er teilte ebenfalls mit, dass Fachgruppen beider Länder die gemeinsame Arbeit an einer Lokalisierung der Herstellung französischer Raketen und Fliegerbomben in der Ukraine fortsetzen würden. Daneben tangierten die Seiten die Frage der Dislozierung des europäischen Raketenabwehrkomplexes Freya.

Bilanziert wurde auch der jüngste Kiew-Besuch einer deutschen Delegation unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Unterschrieben wurden 15 Dokumente im Gesamtwert von 8,5 Milliarden Euro, unter anderem über Lieferungen von Luftabwehrsystemen IRIS-T und Raketen für diese, von Radaranlagen sowie Abfangdrohnen an die Streitkräfte der Ukraine, über eine Lokalisierung der Herstellung ukrainischer Drohnen in Deutschland und eine Zusammenarbeit im Energiebereich, unterstrich das Office des Präsidenten der Ukraine.

Ukrainische Medien meldeten des weiteren, dass der Oberkommandierende der Streitkräfte der Ukraine, Michail Drapatyj, und sein Team „einen ersten Plan in seiner Art“ vorbereitet hätten, der sich schon einige Wochen im Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung zur Erörterung befinde. Das Dokument bestimme die Strategie und Taktik der Handlungen der ukrainischen Armee in verschiedenen Situationen. Der Plan solle auf die Fragen danach antworten, was konkret die Streitkräfte der Ukraine „für eine Bewahrung der Ukraine“ und in welchen Zeiträumen tun sollen. Das Dokument enthalte angeblich eine konzeptionelle Vorstellung, auf deren Mangel Gefechtsoffiziere regelmäßig hingewiesen haben, wobei sie die Frage stellten: Wie soll angegriffen werden, ohne das strategische Ziel zu begreifen? Der Vertreter des Kommandos eines der Korps der Streitkräfte der Ukraine erklärte, dass die Militärs eine langfristige Strategie für 30 Jahre bräuchten, damit die Kommandeure klar den Bewegungsvektor verstehen.

Ein Medium behauptete, dass der Plan neben strategischen Richtungen angewandte Elemente der Verteidigungsdoktrin tangiere. Zum Beispiel sei es zweckmäßig, die Infanterie an der vordersten Frontlinie zu halten, die ausschließlich Beobachtungsfunktionen als „Augen“ und „Ohren“ bei der minimalen Möglichkeit, ein vollwertiges Gefecht aufzunehmen, wahrnehme. Die Vorbereitung des Plans erfolgt vor dem Hintergrund der Veränderungen im System zur Führung der Streitkräfte der Ukraine nach der Ernennung von Drapatyj zum Oberkommandierenden. Er beabsichtigt, die Rolle des Kommandos der Vereinigten Streitkräfte zu verändern, wobei er sich am Modell der NATO orientiert, und ihm die Führung der gesamten Frontlinie zu übergeben. Dabei ist die Front in sechs Truppengruppierungen umorganisiert worden. Und die Auffüllung mit Personal ist zugunsten der Brigaden an der Frontlinie umverteilt worden. Die Hauptherausforderungen für das Kommando der Streitkräfte der Ukraine bleiben der Mangel an Personal in den Luftstreitkräften, der Kraftstoff-Mangel und die zunehmende Bedrohung durch die russischen reaktiven Drohnen, die eine mehrfache Verstärkung der Luftverteidigung verlangt. Drapatyj hat eine große und rasche Personalsäuberung in der ukrainischen Armee begonnen. Die meisten in den Stäben freigesetzten Offiziere werden in die Reserve versetzt und später an die Linienbrigaden an der Front.

„Eine Modernisierung der militärischen Führung und der Truppen muss erfolgen. Doch die Strategie und Ziele des Krieges müssen nicht Militärs, sondern die Politiker bestimmen“, sagte der „NG“ der Militärexperte und Generalleutnant im Ruhestand Jurij Netkatschjow. „Wenn sich in der Ukraine das Kommando der Streitkräfte der Ukraine damit befasst, so wird es natürlich nicht von einer Beendigung des Konflikts sprechen, sondern dessen Verlauf für 30 Jahre im Voraus planen. Drapatyj ist bereit, die Kampfhandlungen drei Jahrzehnte zu führen. Jedoch machen sich wenige der Militärs darüber Gedanken, ob die Ukraine in der Lage sein wird, so etwas auszuhalten. Schon jetzt führen die Streitkräfte der Ukraine vor allem Verteidigungshandlungen, obgleich die Ukraine für militärische Zwecke bei einer Unterstützung des Westens 50 Prozent des BIP ausgibt“.