Die Streitkräfte der Ukraine haben die weitreichenden Attacken gegen wichtige Öl- und Gasobjekte der Russischen Föderation konzentriert. Am Vorabend wurden Drohnen-Angriffe gegen Ufa fixiert. Drohnen der ukrainischen Streitkräfte wurden in der Verwaltungsregion Krasnodar im Bereich der Verdichterstation „Russkaja“, die die Export-Gaslieferungen von GAZPROM über die Pipeline „Turk Stream“ gewährleistet, abgeschossen. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij versprach, die Attacken fortzusetzen. Derweil vereinbarte Kiew mit der Führung der Europäischen Union, die gemeinsame Produktion von Waffen zu erweitern, von denen ein Teil für die Streitkräfte der Ukraine in der EU montiert werden sollen.
Ukrainische Medien berichteten über ein Treffen des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow mit dem EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt Andrius Kubilius und der Botschafterin der Europäischen Union in der Ukraine, Katarína Mathernová. Ein wichtiges Ziel war die Erörterung von Fragen zur Flexibilität der Finanzierung seitens der EU für ein Abdecken der Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte sowie der Entwicklung der Rüstungsindustrie Europas.
„Die Seiten erörterten Mechanismen, die erlauben werden, die Finanzierung für kritisch wichtige Richtungen der Verteidigung der Ukraine entsprechend dem Kriegsplan einzusetzen. Es geht insbesondere um eine Unterstützung der Herstellung von Drohnensystemen, Mitteln für eine Abwehr von Drohnen, aber auch um eine Entwicklung von Mitteln zur Vernichtung von Zielen in großen Entfernungen“, zitierten Journalisten eine entsprechende Mitteilung des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Betont wurde, dass im Rahmen des Programms der europäischen Verteidigungsindustrie“ für die Wiederherstellung und Modernisierung der ukrainischen Rüstungsindustrie 260 Millionen Euro bereitgestellt werden würden.
Derweil berichteten Medien, dass einige Programme für eine gemeinsame Herstellung von Drohnen für die Streitkräfte der Ukraine bereits in Europa umgesetzt werden würden. Journalisten schrieben unter anderem, dass das deutsche Unternehmen Quantum Frontline Industries (QFI – mit Sitz „irgendwo in Süddeutschland, der genaue Ort muss geheim bleiben“, wie das „Handelsblatt“ schrieb – Anmerkung der Redaktion) die erste Charge taktischer Linza-Drohnen für eine Entsendung in die Konfliktzone vorbereitet hätte. „QFI ist das erste gemeinsame Projekt im Rahmen der genannten Initiative, das durch die Unternehmen Quantum Systems und Frontline Robotics für die Schaffung einer automatisierten ausländischen Linie für die industrielle Herstellung von Drohnen für die ukrainische Armee gegründet wurde“, informierte der Pressedienst von QFI.
Und entsprechend dem gemeinsamen Programm für Verteidigungsinvestitionen der EU SAFE (Security Action for Europe) hat auch Rumänien die Vorbereitung einer gemeinsamen Herstellung von Drohnen mit der Ukraine begonnen. Laut Informationen des Verteidigungsministers dieses Landes, Radu Miruță, würden für dieses Vorhaben 200 Millionen Euro bereitgestellt werden. „Wir sprechen nicht nur über Einkäufe, sondern auch über die Möglichkeit, Drohnen hier, in Rumänien entsprechend einer Technologie der letzten Generation mit einer Übergabe von Know-how und einer ständigen Linie von Innovationen herzustellen“, betonte er. Der Minister fügte hinzu, dass der Termin für die Unterzeichnung solch eines Vertrags mit Kiew Ende Mai sei.
Die Fertigung von Drohnen zu erweitern, darunter auf der Grundlage ukrainischer Technologien, planen auch die USA. Wie die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ) schreibt, hätten die Söhne von US-Präsident Donald Trump, Eric Trump und Donald Trump Jr., das neue Unternehmen für die Herstellung von Drohnen „Powerus“ mit Investitionen unterstützt.
Laut der Version des WSJ soll dieses Unternehmen die zunehmende Nachfrage des Pentagons befriedigen und die Nische ausfüllen, die sich nach dem Verbot für die Einfuhr neuer chinesischer Drohnen in die USA gebildet hatte. „Powerus“ erklärte, dass geplant sei, ukrainische Technologien für den Bau von Drohnen zu erwerben und sie an die amerikanischen Militärs zu verkaufen.
Am Donnerstag letzter Woche teilte „Powerus“ mit, dass der ehemalige Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine Keith Kellogg dem Rat der Berater dieser Firma beigetreten sei. Experten sind der Auffassung, dass er als einer der wichtigsten amerikanischen Lobbyisten der Interessen der Ukraine in den USA Drohnenlieferungen von „Powerus“ nicht nur an das Pentagon, sondern auch für die Streitkräfte der Ukraine anstreben werde.
Die Medien berichten gleichfalls über eine gemeinsame Fertigungsstätte des ukrainischen Unternehmens „Amazing Drones“ (Charkow) mit dem japanischen Unternehmen „Terra Drone“ für die Herstellung von Abfangdrohnen des Typs Terra A1. „Terra Drone“ ist weltweit eines der größten Unternehmen, die mit Industriedrohnen und der der entsprechenden Software arbeiten, hat seinen Sitz in Tokio und arbeitet in mehr als ein Dutzend Regionen in der ganzen Welt. Es werde 10 Millionen Dollar in die Charkower Firma investieren, präzisierten Experten.
Laut ihren Angaben sei Terra A1 eine analoge Version zu den ukrainischen Front-Abfangdrohnen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h, einer Reichweite von rund 30 Kilometer und einer Flugdauer von bis zu 15 Minuten bei einem Preis von etwa 3000 Dollar pro Stück. „Schlüsselbedeutung hat nicht der Apparat an sich, sondern die Verknüpfung ukrainischer Gefechtserfahrungen und japanischer Möglichkeiten für eine Serienfertigung und für globale Verkäufe. All dies verwandelt die Entwicklung der ukrainischen Streitkräfte für die Front in ein potenzielles Exportprodukt“, meint der ehemalige Abgeordnete der Werchowna Rada (das Parlament der Ukraine – Anmerkung der Redaktion) und sich heute in Russland als Politologe präsentierende Oleg Tsarjow.
Derweil wirkt sich die massenhafte technologische und militärische Hilfe des Westens bisher in keiner Weise auf die Lage der Streitkräfte der Ukraine an der Front aus. Das ukrainische analytische Internetportal Deep State fixiert in der letzten Zeit die Effektivität der Offensive der russischen Truppen. Hervorgehoben wird, dass die Verbände der Streitkräfte der Russischen Föderation im März um etwa 160 Quadratkilometer an der Front vorgerückt seien, was 27 Prozent als im Februar 2026 gewesen war. Selenskij gestand gleichfalls die erhebliche Zunahme der Anzahl der von Russland gegen die Ukraine eingesetzten weitreichenden Drohnen ein.
Der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte Alexander Syrskij erklärte, dass das Hauptziel der ukrainischen Armee in diesem Jahr die „Durchführung einer strategischen Verteidigungsoperation“ für eine Erschöpfung der Kräfte der Armee der Russischen Föderation sei. Er betonte, dass die Verteidigung mit Gegenoffensiven für eine Bewahrung der Initiative und eine „Befreiung von Territorium“ verbunden werde.
Unter Berufung auf Experten meinen ukrainische Medien, dass zur Hauptpriorität für die Armee Russlands während der Frühjahrs- und Sommerkampagne die Schaffung von Bedingungen für Kämpfe um Slawjansk und Kramatorsk werde. Die Strategie basiere auf dem Versuch deren Einnahme, um zermürbende Gefechte zu vermeiden, heben sie hervor.
Entsprechend solch einer Taktik handeln die russischen Truppen auch im Raum von Konstantinowka. Zu noch einer vorrangigen Richtung für Russland werde, wie ukrainische Expertenmeinen, Alexandrowskoje, die Nahtstelle der Verwaltungsgebiete Dnepropetrowsk und Saporoschje. Insgesamt aber rechne die Armee der Russischen Föderation damit, bis zum Jahresende die Grenzen des Verwaltungsgebietes Donezk zu erreichen, schlussfolgern ukrainische Analytiker. (Nachdem am 1. April des russische Verteidigungsministerium meldete, dass die Streitkräfte Russlands die Befreiung der Volksrepublik Lugansk abgeschlossen hätten. — Anmerkung der Redaktion)
P. S.
Während viele westliche Militärs die ukrainischen Drohnen und die entsprechenden Spezialisten anerkennen, würdigen und Unterstützung für sie signalisieren, trat jüngst Rheinmetall-Chef Armin Papperger wohl mit seinen Aussagen über diese ins Fettnäpfchen. In einem Interview für das US-Magazin „The Atlantic“ bezeichnete er die ukrainische Drohnenproduktion als primitive Bastelei. Bei der Beantwortung einer entsprechenden Frage kam er so richtig in Fahrt und zog vom Leder: „Das ist wie mit Lego zu spielen“. Es sei keine Innovation, wenn „ukrainische Hausfrauen“ mit „3D-Druckern in der Küche Teile für Drohnen herstellen“. Offensichtlich ignorierte er damit die Folgen ukrainischer Drohnen-Attacken gegen Infrastruktur-Objekte in Russland, zum Beispiel die Behinderung von Öl- und LNG-Exporten über den russischen Ostseehafen Ust-Luga.
„In Kiew kamen die Aussagen an wie eine Ohrfeige“, konstatierte beispielsweise das Nachrichtenmagazin FOCUS. „Präsident Selenskij drehte Pappergers Bild um. „Wenn wirklich jede Hausfrau in der Ukraine Drohnen produzieren kann, dann kann jede Hausfrau auch Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall sein“, sagte er… Und er forderte den Konzern auf, sich mit der Ukraine nicht im Gerede, sondern in Ergebnissen zu messen“.